…doch wieder silberblond

tatsächlich hat es fast ein Jahr gedauert, bis die Entscheidung fiel und ich mich wieder in silberblond verwandelte!

Das ist heute der Anlass, mich endlich mal wieder an den Computer zu setzen und meinen finanziellen Beiträgen in dieses Forum auch eine inhaltliche Rechtfertigung zu geben.

Also dann zunächst einmal die Fortsetzung meines letzten Beitrags zum Thema Haarfarbe und älter werden. Mir kam vor einigen Tagen ein Titel für diesen ersten neuerlichen Einstieg in die WordPress-Welt in den Sinn, den ich eigentlich noch besser fand…“ich schaue mir beim älter/alt werden zu…

Die Haarfarbe bzw. die Entscheidung zu silberblond hat natürlich etwas mit der Beobachtung meiner Selbst zu tun als ein Moment dieses älter werdens und des Umgehens damit.

Die Gefühle bei dieser Aussenansicht variieren, wie schon damals gesagt, je nach Stimmung und Wetterlage. Warum es dieses Mal fast ein Jahr gedauert hat, bis ich die damals erstandene Färbung nun tatsächlich auf meinen Schopf aufbrachte, hat hingegen andere Hindernisse, die ich nun aber erstmal beiseite geschoben habe.

In unserem Haus wohnt eine fast 87jährige, sehr nette alte Dame, die im Laufe der vielen Jahre, die ich hier wohne, immer hilfsbereit war, vor allem, wenn ich im Urlaub war. Sie leerte meinen Briefkasten und goss die Blumen. Dann nahm sie für alle Hausbewohner die Pakete von DHL und Co entgegen, wenn diese nicht zu Hause waren.

Seit einigen Jahren ist die alte Dame nicht mehr gut zu Fuss und hat, wie in dem Alter wohl unvermeidlich, auch so manche Krankheit.

Ihr stieß dann vor circa 2 Jahren, man möchte fast sagen ein Unglück zu: Sie ging zu ihrem Stammfriseur, um sich wie gewohnt eine neue Dauerwelle machen zu lassen. Das gönnte sie sich als einen seltenen Luxus in ihrem Leben (nebenbei kannte ich das von meiner Mutter: die Frisur musste sitzen). Schon während der Behandlung musste sie feststellen, dass die Frisörin ihr eine andere – schwarze – Färbung aufgetragen hatte. Es hatte bislang nie Probleme gegeben, so dass meine Nachbarin auch gar nicht weiter darauf geachtet hatte. Als die Frisur fertig war, war die Bestürzung groß! Schwarze Haare, das ging gar nicht. Daraufhin – ich weiß nicht mehr, wieviel Zeit dazwischen lag – wollte man die Färbung durch eine weitere Färbung rückgängig machen. Das schlug fehl. Nun hatten die Haare einen Lila-Stich. Aber das, so schlimm das für meine Nachbarin schon war, artete in ungeahnten Nebenwirkungen aus: Meiner Nachbarin fielen die Haare büschelweise aus und sie bekam am ganzen Körper schwere und schmerzhafte Hautausschläge!

Nun denn, was sollte meine Nachbarin tun. Sie beschwerte sich, man hat ihr irgendeine Behandlung als Ausgleich angeboten, an eine weitergehende Entschädigung war nicht zu denken bzw. hätte meine Nachbarin den Kampf seelisch nicht verkraftet. Die Nachwirkungen halten psychisch und physisch bis heute an.

Das ist die Vorgeschichte zu meinen Zweifeln, meine Haare wieder nachzutönen. Es ist ja bekannt, dass die dazu benötigten Chemikalien Allergien auslösen können, und da ich seit einigen Jahren auch sehr sensibel z.B. auf Zusatzstoffe in Nahrungsmitteln reagiere, war ich sehr zurückhaltend mit einer Entscheidung.

Nun wurde ich ständig mit dem Anblick der Packung mit der Färbung (noch ein Negativpunkt : es gibt silberblond nicht mehr als Tönung, sondern nur noch als Färbung) und einem möglichen Ablauf der Haltbarkeitsdauer konfrontiert, zusätzlich zu der Ergrauung, die leider noch nicht ins Weiße übergegangen ist. So entschied ich mich und trat letzte Woche in Aktion, nach einem 48stündigen Allergietest auf der Haut. Alles gut gegangen….

Mein Spiegelbild gefällt mir nun wieder besser…allen Beteuerungen zum Trotz, dass ich mit den immer neu auftretenden zunehmenden Merkmalen des Älterwerdens im Grunde ganz gut klar komme, frei nach dem Motto: nützt ja nichts.

Es gibt soooo viel zu schreiben. Mal schauen, wie sich das entwickelt..ein Anfang ist gemacht.

Grau oder silberblond…

Diese auf den ersten Blick eher belanglose Frage, die sich mir dieser Tage zum wiederholten Male beim Blick in den Spiegel aufdrängte, spiegelt das Dilemma wieder, in dem sich sicher viele meiner Altersgenossinnen, aber vielleicht auch der männliche oder jedweder Teil anderer Couleur befinden: füge ich mich mit gesenktem Kopf den unausweichlichen altersbedingten Veränderungen meiner Erscheinung, nehme ich sie wohlwollend an als Zeichen meiner gelebten Zeit, achte ich weiterhin auf mich oder sage ich dem Alterungsprozess den Kampf an und lege mich gar unters Messer?

Jedem das seine….

Für mich persönlich, das möchtet ihr doch wahrscheinlich wissen, ja, ist meine Auseinandersetzung mit diesem Thema der Grund für diesen Blogbeitrag.

Die Farbe grau machte sich schon vor über dreißig Jahren auf meinem Schopf breit. Damals war ich schockiert! Ja, genau, mit dreißig schon grau, gerade Mutter geworden und schon grau. Was ist das denn?

Eine Antwort war nziemlich schnell gefunden: Das geht gar nicht, da muss Abhilfe her. Und seitdem verwandelte ich mich abwechselnd in eine brünette, dann rotbraune und schließlich blonde Frau. Mit zunehmendem Alter sagte ich mir: wenn deine Haare einmal weiß werden, dann lässt du das Färben. Ich ließ die Tönungen immer ein Stück herauswachsen bzw. brachte sie gewollt unregelmäßig auf , einerseits, um natürlicher auszusehen, andererseits um nachvergolgnen zu können, wie weiß der Schopf schon war. Das ging so ein paar Jahre. Seit Corona wächst und wächst das Haar und mit ihm die Farbe heraus. Aber noch ist der Punkt nicht gekommen, an dem ich mit der Originalfarbe konform gehe, weil ich innerlich immer noch mit mir diskutiere und das für und wider abwäge). Ich freue mich tatsächlich, wenn Menschen um mich herum annehmen, dass der jetzige Zustand original ist. Ich finde es auch ganz schön, noch ein paar blonde Strähnen zwischen dem ansonsten grau-weißen Gemisch zu haben, dass der Franzose als „poivre et sel“ – Pfeffer und Salz  – bezeichnet.

Nun komm mal auf den Punkt! Genau das ist nicht so einfach, weil der Entscheidungsprozess noch nicht abgeschlossen ist!

Zunächst mal hatte ich mich vor einigen Jahren gefreut, als ich den Farbton „silberblond“ in der Palette der Haartönungen fand. Das war ein schöner Kompromiss und ich freute mich jedes Mal über die neue Silberblondine, wobei, nein der Begriff Blondine ist verbrannt, also Silberblondi!

Als ich nun kürzlich, wie eingangs berichtet, wieder einmal vor der Frage stand, ob ich weiter färben oder nun endlich zu meiner richtigen Haarfarbe stehen könnte, dachte ich, na gut, ich mach es noch mal. Ging in die Drogerie meines Vertrauens und hielt Ausschau nach der Tönung „Silberblond“. Nichts da, kein Silberblond. Wieder und wieder suchte ich das Regal ab. Nichts, es gab auch gar keine Tönungen mehr. Ich suchte weiter in allen anderen Drogerieketten, auch hier war das Ergebnis negativ. Ich fragte das Personal, das bestätigte, dass sie diese Tönung aus dem Programm genommen hätten. Da kam bei mir doch leichte Panik auf und ich erkannte, dass ich offensichtlich noch nicht an dem Punkt angekommen war, vollends in das grau-weisse Fach zu wechseln. Übrigens waren und sind meine Gefühle in dieser Hinsicht auch durchaus wetterabhängig: bei dunklem Wetter oder gar Regen sind die Haare grau wie der Himmel, bei schönem Wetter werden sie von der Sonne angestrahlt und ich bins zufrieden.

Nun gab ich meine Recherchen noch nicht auf und dehnte sie auf das Internet aus. Oh, es machte mich fast verrückt: alles möglichen Anbieter schaute ich durch auf der Suche nach Silberblond. Ich hatte die Hoffnung schon fast aufgegeben, als ich eines Tage eine Färbung fand, auf der stand, dass sie dem Farbton der Tönung Silberblond entspräche. Ich bestellte mir eine Packung.

Und jetzt liegt sie in meiner Wohnung, wird von einer Ecke in die andere geschoben…

Fortsetzung folgt.

Was ich noch sagen wollte:

Dies ist nur ein Beispiel für die vielen kleinen und größeren Veränderungen, mit denen wir uns beim älter werden zwangsläufig auseinander setzen müssen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass das Leiden kürzer wird. Wenn ich mich in früheren Jahren doch noch eine ganze Weile grämte und über Mittelchen nachdachte, die den Prozess zu kaschieren, so finde ich mich heutzutage einfach schneller mit den neuen Gegebenheiten ab: Es ist, wie es ist, das bin ich, das ist mein Leben. Ich meine, es ist wichtig, dass frau gut und wohlwollend mit sich umgeht und sich pflegt, aber ich weigere mich, darunter mehr als nötig zu leiden und irgendwelchen Werbungen für Antifaltencremes, die sowieso allesamt nicht helfen, aufzusitzen oder gar Schönheitschirurgen das Einkommen zu steigern!

Sport treiben, in die Natur gehen, neugierig auf das Leben und andere Menschen sein, das hält jung, graue Haare hin oder her. Ach nein,  hier bin ich gerade nicht ehrlich: ich gefalle mir in silberblond immer noch besser als in grau, und dagegen ist ja auch nichts zu sagen.

PS: Es gibt die andere, wirklich schwierige Seite des Alterns bzw. des ganzen Lebens: die Einbrüche, Krisen und Krankheiten. Natürlich kann man diese dunkle Seite nicht einfach weglächeln. Ich bin sehr froh und dankbar, dass mir bisher schwere Krankheiten jenseits der, sagen wir, üblichen Alterserscheinungen erspart geblieben sind!

Das ist die schwere Seite, aber auch das ist ein Teil des Lebens und will und muss gelebt werden. Ich wünsche allen kranken, gebrechlichen oder sonst vom Schicksal gebeutelten Menschen wie auch mir, dass sie von lieben Menschen umgeben sind, die in der Not bei ihnen sind.

Euch alles Liebe

Claudia

Nochmal 3 Jahre zurück…

Ja, es ist jetzt 3 Jahre und einen Monat her, dass ich den vorerst letzten Beitrag in diesem Forum geschrieben habe. Geschrieben über alles, was mir auf den Nägeln brannte, bis mir nach ungefähr 150 Beiträgen die Puste ausging. Schließlich hatte Corona unser Land ergriffen und in einen völlig neuen und unter der Gesichtsmaske um Luft ringenden Zustand versetzt, wenn die Krankheit einen noch nicht erwischt hatte und eine intensivmedizinische invasive maschinelle Beatmung erforderte. Während das Klinikpersonal unablässig bis zur völligen Erschöpfung um das Leben ihrer PatientInnen kämpfte, tobte mit zunehmender Dauer und Ausbreitung der Pandemie ein Kampf um die Deutungshoheit über die besten und immer drastischer werdenden Maßnahmen zur Bekämpfung. Das Land erstarb….Schulen schlossen, Altenheime und Krankenhäuser durften nicht mehr besucht werden. Arbeitnehmer wurden ins home office geschickt, Restaurants gaben auf oder hielten notdürftig einen außer Haus Verkauf aufrecht…usw usf. Die Menschen wurden der immer wieder sich ändernden Maßgaben aus der Politik müde und begannen, sich gegen Vorschriften und einen bevorstehenden Impfzwang zu wehren. All das hat zu erheblichen gesellschaftlichen und psychischen Verwerfungen geführt, unter denen viele, vor allem die damals betroffenen Kinder und Jugendliche, noch heute leiden.

Aber wie schnell ist das alles vergessen? Wer denkt heute noch an Corona?

Und das ist auch gar nicht mein Thema. Wie gesagt, damals, zu Beginn der Pandemie, habe ich auch meine Berichte eingestellt. Eigentlich hätten die zahlreichen Lockdowns mich motivieren können, gerade dann aus meiner Isolation zu Hause heraus in die Welt hinaus zu rufen…aber so war es nicht. Ich will nicht weiter nach Gründen suchen. Ich bin lange Zeit von Corona verschont geblieben. Nach 5 Impfungen, die ich zum Glück allesamt gut vertragen habe, erwischte es mich dann doch noch kurz vor Weihnachten 2022: Corona mit starken Halsschmerzen, Fieber und allgemeinem Krankheitsgefühl setzte mich ca. 3 Wochen außer Gefecht.

Aber das Ereignis, dass mich damals beherrschte, war mein Eintritt in die Rente…nach 33 Jahren bei dem Kinderhilfswerk terre des hommes war es soweit. Ich hatte das Rentenalter erreicht und empfand das auch als Erleichterung.

Wie? Erleichterung?

Ja, Erleichterung. Dem voran gegangen waren während der Jahre zuvor immer wieder Überlegungen, ob ich vorzeitig in Rente gehen sollte oder wollte. Aber bis kurz vor dem tatsächlichen Ausscheiden aus dem Arbeitsleben überwog immer noch die Lust, weiter zu arbeiten. Ich hatte noch Spaß daran, wenn die Anstrengungen auch wuchsen und die Belastbarkeit abnahm. Wenn mich heute also jemand fragen sollte, ob er oder sie in Rente gehen soll, so kann ich nur aus meiner Erfahrung heraus sagen: folge deinem Herzen und deinem Gefühl. Du wirst schon merken, wenn der Zeitpunkt gekommen ist, zu gehen. Ab 63 kannst du ja entscheiden, ob und wann es soweit sein soll, wenn auch mit finanziellen Abschlägen, die tatsächlich nicht nebensächlich sind.

Wie ist es mir also ergangen.

Eine typische Frage, die mir von Kolleginnen und Kollegen oder Freundinnen gestellt wurde und die ihr, falls ihr ebenfalls schon in Rente seid, bestimmt kennt, war:

Und, hast du schon Pläne?

Vor der Rente hieß es: Und, wie lange musst du noch? Wobei ich immer gedacht habe: Nee, ich muss nicht, ich will noch bzw. darf noch. Komisch? Eigentlich nicht. Sicherlich hatte ich auch meine Zweifel, ob ich dem Arbeitsvolumen noch gerecht werden konnte, aber unser gutes Betriebsklima und die Sache an sich der Hilfe für Kinder in Not waren Motivation genug.

Ich mache einen größeren Bogen, das merkt ihr vielleicht, aber immerhin ist inzwischen viel Zeit vergangen, in der ich mich mit vielen Fragen beschäftigt habe, zuvörderst zu der Zeit natürlich mit der Rente.

Um auf die Frage nach den Plänen zurück zu kommen: Nein, ich hatte keine konkreten Pläne, einige vage Ideen, aber nichts größeres…irgendwann antwortete ich immer: nun lasst mich doch erstmal in der Rente ankommen. Dann wird sich das schon finden. Und so war es auch.

So habe ich zunächst bei mir zu Hause klar Schiff gemacht und angeschaut, verteilt, behalten, aussortiert, verschenkt, weggeworfen, was mir nicht mehr wichtig war…

Innere und äußere „Reinigungsprozesse“ laufen bei mir meistens parallel, das eine zieht das andere nach sich… was zuerst kommt, weiß ich nicht so genau, aber ich glaube, es sind die Überlegungen, die schließlich in Handlungen überführt werden müssen, um dieses Unwohlsein zu beseitigen.

Dann nahm ich an einigen Malkursen teil. Diesen Wunsch hatte ich schon länger und ließ mir auf Nachfrage meiner KollegInnen nach einem Abschiedsgeschenk die Kursgebühren schenken. Ich stellte fest – nein, ich wusste es schon – dass ich nicht wirklich ein Talent bin, aber dennoch stellte ich wieder einmal fest, dass mir das Malen gut tut und ich mich dabei ganz in mich und die Zeichnung versenken kann. Ein höchst befriedigender und schöner Moment, sich mal auszuklinken.

Und dann bin ich auf Reisen gegangen in verschiedene Museen und zu Veranstaltungen. Letztes Jahr dann habe ich mich auf den Weg nach Frankreich gemacht…diesen , ja ich nenne es einen lang gehegten Traum, habe ich mir erfüllt. Ich war schon so lange nicht mehr dort gewesen. In Montpellier nahm ich an einem Sprachkurs für SeniorInnen teil, um meine Sprachkenntnisse zu reaktivieren. Es klappte alles sehr gut, einschließlich der Bahnfahrt, die mir die größten Sorgen bereitete, weil man ja heutzutage nicht weiß, wann und ob die Bahn überhaupt fährt. Hatte mir alle möglichen Szenarien und Wege aus steckengebliebenen Zügen ausgemalt und im Geiste Lösungen zugeführt. Bin froh, dass ich sie nicht anwenden musste. Über diese Fahrt könnte ich noch einen ganz eigenen Beitrag schreiben. Es war einfach toll…

So, jetzt lässt meine Kraft aber nach. Tatsächlich ist es ein kleiner Kraftakt, mal wieder am Computer zu sitzen und konzentriert zu schreiben.

Als Erkenntnis aus meinen Erfahrungen, die ich mit euch neudeutsch „teilen“ möchte bzw. schon angerissen habe:

Das Gefühl, wann es Zeit ist, mit der Arbeit aufzuhören, wird sich irgendwann einstellen, und wenn jemand Lust hat, noch weiter zu arbeiten, warum nicht. Und wenn es gesundheitlich nicht mehr geht und die Rente ausreicht, warum dann keinen Schlussstrich ziehen.

Überhaupt: diese erste Phase nach Eintritt in die Rente kann eine sehr aktive werden, wenn ihr noch einigermaßen fit seid! Ich kann euch nur empfehlen, nehmt mit, was euch gefällt, erfüllt, anregt…was eurem Leben Inspiration bringt. Die Zeit für große Unternehmungen wird immer knapper mit zunehmendem Lebensalter. Also geht euren Träumen nach…

Hier den zentrale Place de la Comédie in Montpellier

Warum geht es im Moment nicht weiter….

Keine geringere Frage als diese zum Neustart…

Nach der letzten Abhandlung über die Frage, ob Schafe frieren, ist viel Zeit ins Land gegangen, und nicht nur das, wir wurden und werden geschüttelt durch die äußeren Ereignisse, die sich zwangsläufig auf unser privates Leben auswirken. Wir hatten kaum Zeit, über die Auswirkungen von Corona nachzudenken, als auch schon der Ukraine Krieg ausbrach und uns alle in Mitleidenschaft zieht. Was für ein Wort, aber es beschreibt doch die Realität. Sicher, jeder und jede von uns reagiert anders, manche sagen, dass alles interessiert uns nicht, das ist eine Sache zwischen Russland und der Ukraine, andere bemühen sich nach Kräften, den hier ankommenden Flüchtlingen das Leben zu erleichtern usw. usf. Aber irgendwie und auch konkret sind wir alle betroffen und gefragt: die Energiepreise sind gestiegen und haben die Notwendigkeit noch einmal dringlicher gemacht, dem Klimawandel entgegenzuwirken. Damit einher ging ein Anstieg der Inflation, der die Lebenshaltungskosten in ungeahnte Höhen trieb. Auch hier sicht- und fühlbare Auswirkungen: Verarmung von ganzen Bevölkerungsschichten, Stocken der Wirtschaft, Tarifauseinandersetzungen mit bisher unbekannter Härte und Unnachgiebigkeit. Und was noch mehr besorgt ist das Erstarken der rechtsradikalem Strömungen in der Gesellschaft, die die Angst der Menschen immer noch mehr anheizen.

Kürzlich las ich einen Artikel, der für mich auf den Punkt brachte, worum es letztlich geht: entweder wir machen so weiter wie bisher, ziehen uns ins Private zurück und möchten am liebsten, dass alles so bleibt, wie es war (was natürlich nicht funktionieren kann, denn die Welt dreht sich weiter …), oder wir nehmen die Herausforderung an, unseren bisherigen Lebensstil grundsätzlich zu überdenken und nach Lösungen zu suchen, um dem Klimawandel etwas entgegenzusetzen. Angesichts der geopolitischen Lage ist das selbstverständlich nur eines der vielen Herausforderungen.

Und dazu las ich, und ich denke, die allermeisten Menschen sind sich dessen bewusst, dass es keine einfachen Lösungen gibt. Wir müssen die Komplexität des Lebens anerkennen, aushalten und in unseren Zukunftsszenarien immer im Hinterkopf behalten bzw. in unser Tun und Forschen integrieren. Diese Komplexität macht Angst, auch mir, denn wie sollen wir all die mächtigen Herausforderungen in Angriff nehmen? Wenn in einem Bereich ein Teillösung gefunden zu sein scheint (siehe das „Drama“ um die Wärmepumpen) tauchen fast gleichzeitig wieder zig andere Probleme auf, die die ursprüngliche Lösung in Frage stellen. Auch Politiker sind nur Menschen, die nicht alles überblicken können.

Nun gut: es kann helfen, oder nur das scheint letztlich der Weg zu sein, sich wie oben gesagt, der Komplexität der Probleme zu stellen, d.h. sie jeweils in ihrem Kontext zu betrachten und angrenzende Bereiche z.B. der Forschung bestmöglich mit einzubeziehen. Das ist eine wahre Mammutaufgabe!

Dazu bedarf es der grundsätzlichen Offenheit gegenüber anderen Meinungen und wissenschaftlichen Erkenntnissen, dem Willen, sich gegenseitig zuzuhören und ggfs. auch anderen Meinungen gelten zu lassen…was offensichtlich aktuell im politischen Feld und auch in der Gesellschaft zusehends schwerer zu werden. Warum ist das so?

Diese Frage wird allenthalben gestellt (für die jüngere Generation: allenthalben kommt aus dem Althochdeutschen und bedeutet (überall, bei jeder Gelegenheit) und die Antworten sind wahrscheinlich genauso zahlreich wir die Tatbestände an sich.

Es scheint aber relative Einigkeit darüber zu herrschen, dass die Gesellschaft sich zusehends in verschiedene Gruppen spaltet, die sich mehr oder weniger unversöhnlich gegenüber stehen. Diesen Zustand angemessen zu analysieren, maße ich mir nicht an. Nur das Ergebnis, nämlich einen zunehmenden Stillstand bei der Bewältigung der anstehenden Krisen, nehmen wir, glaube ich, alle irgendwie wahr. Was wir vielleicht nicht wahr-haben wollen, ist der eigene Anteil an diesem Zustand: eine gewisse Starre oder bisweilen auch Starrsinnigkeit. Starre im Sinne von dem Gefühl, „gelähmt“ zu sein von der scheinbaren Übermacht der Probleme. Starrsinnigkeit im Hinblick auf die Anerkennung beziehungsweise Verleugnung von Tatsachen wie den Klimawandel.

Sicherlich kann man diese Phänomene psychologisch einordnen und erklären: Ein Gefühl der Ohnmacht einerseits, Angst vor möglichen Veränderungen, Verlust von Wohlstand andererseits…all diese Gefühle müssen adressiert werden. Es müssen mutige Entscheidungen getroffen werden, die aber nur akzeptiert werden, wenn sie 1. als weitgehend gerecht empfunden werden, 2. in der Gesellschaft möglichst breit diskutiert und erläutert werden und 3. auch auf politischer Ebene breit getragen und nicht als jeweils nur parteipolitisch motiviert empfunden werden (das ist zumindest meine Meinung dazu). Ich glaube, dass die breite Mehrheit sich wünscht, dass endlich tragfähige bzw. für alle einigermaßen erträgliche Maßnahmen getroffen werden, die nicht nur dem jeweiligen Wählerklientel zugute kommen bzw. jenes Klientel verschonen (s. Einführung eines Tempolimits). Gerade hörte ich ein Interview mit dem allseits bekannten Wissenschaftler Mojip Latif, der schon vor 20 Jahren die jetzige Situation von Dürren einerseits und Überschwemmungen andererseits vorhergesagt hatte, mit wenig Erfolg. Wir wollen negative Szenarien einfach nicht annehmen.

Dabei gibt es, zumindest was den Klimawandel angeht, so viele kreative und neue Ansätze. Es fehlt offensichtlich im Hinblick auf das vermeintlich eigene Wählerklientel der Wille, eine umweltgerechtere und lebensfreundlichere Politik auch durchzusetzen.

Wie oben schon beschrieben, halte ich eine breite „bürgerliche“ Diskussion und einen daraus resultierenden Konsens über zukünftige Politik für notwendig, wenn wir diesen Zustand des Kaninchens vor der Schlange auflösen wollen, für notwendig! Man mag meinen, dass wir davon Lichtjahre entfernt sind…aber was hilft es? Früher oder später werden wir gezwungen zu handeln. Fangen wir doch besser jetzt beherzt an bzw. gehen wir auf bereits eingeschlagenen Wege für den Erhalt unserer Lebensgrundlagen beherzt und konsequent weiter. Denn die Erde lässt weder mit sich diskutieren noch handeln.

Und schließlich sind wir es mindestens unseren Kindern schuldig.

Nach vielen Überlegungen, mit welchem Thema ich mich wieder melden will, ist es nun auf diesen grundsätzlichen Artikel zur Labe der Nation geworden. Offensichtlich das, was mir zurzeit am meisten auf der Seele liegt.

Liebe Grüße an euch alle….

Frieren Schafe eigentlich?

Wenn ich nach einer Antwort auf die Frage suche, ob es eine besondere Geschichte gibt, die ich in Corona-Zeiten erlebt habe, so fällt mir als erstes dieser Gedanke ein, der mir kürzlich kam, als ich eine meiner vielen Radtouren durch die Ausläufer meines Wohnviertels, der „Wüste“, machte: Frieren Schafe eigentlich? Diese Frage versinnbildlicht, wie ich den Kopf frei bekomme, wenn ich wieder einmal den ganzen Tag in der Wohnung gehockt und keiner Menschenseele begegnet bin: ich schwinge mich auf meinen Drahtesel und fahre los. Ich trete in die Pedale und schon nach kurzer Zeit richtet sich meine Aufmerksamkeit auf das Unmittelbare, das Hier und Jetzt: zuerst die Häuser, Gärten, Geschäfte. Dann werden die Häuser rarer und weichen einem schmalen, asphaltierten Weg, den übrigens auch viele andere offenbar Gleichgesinnte und Frischluftsuchende mit mir bevölkern. Ich weiß nicht, ob sich auch in „normalen Zeiten“, aber was ist schon normal, so viele Menschen auf den Weg machen, zu Fuß, per Rad, joggend oder wie auch immer…Aber was soll man sonst auch tun, oder besser gesagt, was ist besser und befreiender als Bewegung an der frischen Luft?

In der letzten Zeit habe ich immer mal wieder alle möglichen kreuzende, abzweigende Wege nach alternativen Routen erforscht, mit mehr oder minder Erfolg. Die meisten endeten in Sackgassen oder auf Privatwegen. Aber sie eröffnen neue Perspektiven…für das Auge und den Geist. Und da traf ich eines Tages auf eine Wiese, auf der friedlich Schafe weideten. Ich (er-) fuhr diese neue Strecke dann mehrere Tage lang, bis der Weg, der eigentlich ein privater ist, aber wegen Tannenbaumverkauf zeitweise geöffnet war, seine Tore wieder schloss (es muss zur Erläuterung hinzugefügt werden, dass der Beginn dieses Berichts noch in die Winterzeit fällt, ja so lange ruhte er auf meinem Desktop). Ich beobachtete also fast täglich den Zustand bzw. das Bewegungsprofil der immer während hungrig  scheinenden, dichtbefellten Tiere. Mal standen sie ohne besondere Ordnung verstreut auf der Grünfläche, mal drängten sie sich dicht aneinander, ein anderes Mal waren ihre Hinterteile alle nach Nord-Osten ausgerichtet. Bei näherem Hinsehen bzw. Hinzuziehung anderer, vor allem meteorologischer Aspekte, ergaben sich folgende, laienhafte, aber nicht einer gewissen Logik entbehrenden Rückschlüsse:

Schafe sind soziale Wesen. In übersichtlichen Situationen suchen sie sich individuell ihre Plätze zum fressen und entfernen sich auch schon einmal voneinander.

Bei Regen und vermutlich auch bei Kälte drängen sie sich dicht aneinander, um sich zu schützen und zu wärmen.

Starker Wind veranlasst sie offensichtlich, demselben ihr Hinterteil entgegen zuhalten, nach dem Motto: du kannst uns mal….

Warum ich den Beitrag jetzt noch zu Ende schreibe? Gute Frage: Erstens weil mir meine Beobachtungen über das Verhalten von Schafen erwähnenswert erscheinen für alle nicht so Fauna- bzw. Schafbewanderten. Zweitens, weil Corona den Blick weitet für Dinge, die man sonst wahrscheinlich links liegen ließe. Drittens, weil ich gestern einen Bericht über…. na was wohl …  Schafe sah, der meine Beobachtungen ergänzte.

Um die Ausgangsfrage zu beantworten: Höchstwahrscheinlich frieren Schafe nicht, denn die Natur hat sie mit dem entsprechenden Fellschutz ausgestattet. Der Schäfer berichtete, dass seine Tiere auch im Winter und bei Minusgraden im Freien bleiben. Ich beobachtete allerdings auf „meiner“ Schafweide, dass dort ein nach drei Seiten geschlossenes Fuhrwerk stand, das mit Stroh ausgestattet war und den Schafen offensichtlich als Schutz gegen Kälte und vielleicht Regen diente. Daher meine vorsichtige Formulierung, dass Schafe vermutlich nicht frieren. Wäre für das Überleben auch schwierig. Das Fell ist übrigens sehr dicht und wasserabweisend! Allerdings fällt es bei herannahendem Frühling nicht von alleine aus, sondern muss geschoren werden. So gezüchtet, damit auch die Wolle noch vom Menschen genutzt werden konnte. Heute ist deutsche Wolle gegen chinesische nicht mehr konkurrenzfähig. Das zum Thema, die Chinesen sind überall….

So, und jetzt möchte ich noch auf einige sprachliche Besonderheiten eingehen, die ihr vielleicht – so wie ich – auch noch nicht kanntet:

Den Letzten beißen die Hunde: Ja, dieser Ausdruck kommt – dem Fernsehbericht zufolge – aus der Schafzucht: Schafe werden von Hunden gehütet und die sorgen dafür, dass die Schafe dorthin laufen, wo der Schäfer sie haben möchte. Entfernen oder weigern sie sich, werden sie von den Hunden gejagt und in die Beine gebissen, damit sie parieren.

Seine Schäfchen ins Trockene bringen: Neugeborene Lämmer sind noch nicht durch ein Fell geschützt und müssen deshalb ins Trockene, sprich in den Stall, gebracht werden.

Schafskälte meint einen nicht zwingend jährlich auftretenden mitteleuropäischen Kälteeinbruch zwischen dem 04. und 20. Juni, der die Temperaturen innerhalb weniger Stunden noch einmal rapide absinken lässt und die Schafe, die um diese Zeit bereits geschoren sind, in Gefahr bringt.

Nun ist es geschafft. Vielleicht habe ich euch auch das eine oder andere Neue nahe gebracht, vielleicht euer Wahrnehmung für Schafe geschärft, auf jeden Fall aber eure Aufmerksamkeit für einen Augenblick weg von Corona zu anderen wichtigen Dingen des Lebens gelenkt. Das wäre schööööön!

Bis bald mal wieder

Eure Claudia

Schafe, Flauschig, Bauernhof, Nutztiere, Weiß, Lustig

Trügerisches Sitzgefühl

In Zeiten von Corona – wie oft benutzen wir gerade diesen Ausdruck – nur mal so nebenbei bemerkt – ist der Radius unserer möglichen Erlebnisse ähnlich klein wie der unserer täglichen Bewegungen.

Um mich nicht wieder in die Reihe der Corona-Leugner-Hasser-Leidenden-Gelangweilten-Hinnehmer usw. einzuordnen, heute mal wieder eine kleine neue Geschichte aus meinem wie gesagt nicht gerade ereignisreichen Leben.

Seit Monaten befinde ich mich, wie wahrscheinlich viele von euch, im Home Office, nein, das stimmt so nicht, denn ich bin nicht im Home Office, sondern arbeite mobil. Hört sich erstmal gut an, mobil möchte doch jeder sein! Ich weise aber ausdrücklich auf diese Unterscheidung hin, da sie nicht folgenlos ist: Home Office bringt für den Arbeitgeber mehr Verpflichtungen mit. Er muss z.B. für eine angemessene Ausstattung des Arbeitsplatzes sorgen, heißt Schreibtisch, Stuhl, technische Geräte usw. und sicherstellen, dass u.a. die sicherheitstechnischen und gesundheitlichen Voraussetzungen erfüllt sind. Mobile Mitarbeiter*innen haben hingegen nur Anspruch auf die technische Notwendigkeiten, denn, wie der Name schon sagt, arbeitet der Arbeitnehmer/die Arbeitnehmerin mobil und ist bei seiner/ihrer Tätigkeit nicht ortsgebunden. Wäre von Vorteil, denn man könnte, wenn es denn ginge, sich gemütlich in die Ecke seines Stammcafés setzen und von dort aus arbeiten. Tja, könnte, hätte, würde….Ist aber ohnehin eine Illusion zumindest für meinen Arbeitsplatz, da ich häufig per Video mit meinen Kolleg*innen kommuniziere/spreche, was in der Öffentlichkeit nicht so gut ankommt. Aber das sind alles nur Nebenschauplätze.

Wie gesagt, während Schreibtisch, Computer und Bürostuhl bis dahin nur gelegentlich benutzt wurden für die Abwicklung digitaler persönlicher Angelegenheiten und die „Beglückung“ meiner Leserschaft auf WordPress mit neuen Artikeln, was ja durchaus eine sinnstiftende Tätigkeit ist, verbringe ich pandemiebedingt seit Monaten ein gerüttet Maß an Zeit vor besagtem Bildschirm in beruflicher Mission. Da die Pandemie und die daraus erwachsene Notwendigung mobilen Arbeitens bei Anschaffung speziell des Bürostuhls noch in den Sternen stand bzw. sich jeder Vorstellungskraft entzog, spielte der Sitzkomfort im Vergleich zum äußeren Erscheinungsbild des Stuhls eine untergeordnete Rolle. Ich stattete die Sitzfläche noch mit einem Schaffell aus und glaubte, der Bequemlichkeit damit genüge geleistet zu haben. Eine warme Sitzfläche, mehr brauchte ich nicht.

Bis, ja, bis nicht der Frühling, sondern Corona übers Land kam und ich zum Arbeiten zu Hause blieb. Mehr und mehr plagten mich Rücken- und Nackenschmerzen. Ich glaubte den Schuldigen bald gefunden zu haben: meinen Bürostuhl.

Allerdings zögerte ich noch einen nicht unerheblichen Augenblick mit der Anschaffung eines neuen Exemplars, denn – und hier schließt sich der Kreis – die Kosten dafür würden mein Konto belasten. Irgendwann war ich der Schmerzen überdrüssig. Nun befanden wir uns zu der Zeit bereits oder schon wieder in einem halben Lockdown, so dass ich den Besuch eines entsprechenden Fachgeschäfts, vor allem auch nach meinen Erfahrungen in dem allseits bekannten schwedischen Möbelhaus – ich berichtete darüber – vermeiden wollte.

Da ich fand, dass ich auf dem Stuhl in meinem Büro äußerst bequem und schmerzlos stundenlang sitzen konnte, erkundigte ich mich im Betrieb nach Modell und Anschaffungskosten in der Absicht, genau so ein Exemplar online zu bestellen und liefern zu lassen. Ich erhielt leider nur unvollständige Informationen, mit denen ich mich bei der Herstellerfirma bzw. dem Lieferanten meldete und mein Anliegen vortrug. Der Herr war sehr freundlich und hilfsbereit – ich erwähne das ausdrücklich, weil es zu den kleinen Freuden des Alltags gehört, wenn Menschen freundlich zueinander sind. Er machte sich große Mühe, das Modell ausfindig zu machen und gab schließlich die Bestellung auf. Ganz sicher war er sich allerdings nicht, da unsere Firma verschiedene Modelle erworben hatte.

Schon wenige Tage später traf der Stuhl bei mir ein.

Auch hier wieder ein sehr netter Herr, der mir die vielfältigen Einstellungsmöglichkeiten des Stuhls ordnungsgemäß maskiert erläuterte und demonstrierte.

Aber – wir ahnen es schon – ich dachte schon bei der ersten Sitzprobe, dass das nicht der richtige Stuhl sein konnte. So unbequem, hart auf Sitzfläche und im Rücken. Da würde auch kein Schaffell helfen. Wie ich nun mal bin, behielt ich den Stuhl zunächst, um mich vielleicht doch noch „einzusitzen“. Aber es nützte nichts! So ging es nicht.

Es kostete mich erstmal wieder Überwindung – schüchtern wie ich bin – beim Lieferanten anzurufen und mein Unglück zu teilen. Zuvor hatte ich mir aber schon Gedanken gemacht, wie das Problem zu lösen sei. Ich unterbreitete den Vorschlag, ins Büro zu fahren, Fotos von „meinem“ Stuhl zu machen und damit in den Laden zu kommen, um das vermeintlich richtige Modell zu bestellen oder doch ein anderes Modell auszusuchen. Alles kein Problem, sagte der nette Verkäufer. Gesagt, getan.

Als ich dann ins Büro kam, setzte ich mich gleich frohgemut auf meinen Stuhl und erwartete jenes Wohlgefühl, das sich sonst immer sofort einstellte. Aber weit gefehlt. Ihr glaubt es nicht: ich dachte, das kann doch nicht sein. Der Stuhl ist ja gar nicht so bequem! Das konnte doch nicht wahr sein. Dann besah ich den Stuhl genauer und war mir schon fast sicher, dass es sich doch um ein und dasselbe Modell handelte.

Oh, wie peinlich war mir das. Aber da musste ich nun durch. Ich fuhr zum Händler und redete nicht lange drum herum. Er war sooooo freundlich und – man glaubt es nicht – versicherte mir, dass ich nicht die Erste und Einzige sei, der so etwas passiert! Ich habe seitdem viel darüber nachgedacht, wie so etwas zustande kommt. Wirklich erklären kann ich es mir nicht. Ich erinnere mich genau, mit welch entspanntem Gefühl ich mich auf meinen Bürostuhl fallen ließ, wenn ich mal wieder einen Tag vor Ort arbeitete. Und dann dieses völlig andere Empfinden bei mir zu Hause und auch im Büro. Ist die Wahrnehmung tatsächlich so unzuverlässig. Ein Neurologe oder eine Neurologin könnte mir bestimmt eine Erklärung liefern. Vielleicht war die gesamte Situation im Büro entspannter. Ich sitze nicht stundenlang auf meinem Stuhl, sondern laufe auch mal herum, halte ein Pläuschchenen, kopiere usw usf. Zu Hause bin ich allein, stehe kaum auf und bekomme Rückenschmerzen. Tja.

Wie dem auch sei, das Modell wollte ich nun doch nicht zu Hause behalten und wählte ein anderes mit höherer Rückenlehne. Ist für den Rücken an sich nicht so gut, aber dafür achte ich jetzt darauf, dass ich meinen Rücken abseits vom Arbeitsplatz fordere. Und ich denke, nicht der Stuhl ist der Auslöser für die Schmerzen oder nur partiell, sondern der Bewegungsmangel. Diese Erkenntnis war die Sache doch wert!

Viele Grüße vom gar nicht mobilen Arbeitsplatz!

Damit ihr den Gegenstand dieses Artikels vor Augen habt!

Jahresrückblick

Das Jahr 2020 neigt sich dem Ende zu. Zeit für einen Rückblick.

Das vergangene Jahr hat uns alle hier in Deutschland und in der ganzen Welt durchgeschüttelt und vor allem uns hier vor Augen geführt, wie zerbrechlich das Leben ist, auf allen Ebenen, wenn uns ein Virus ergreift, für den es ein Leichtes ist, unser ganzes Land und die ganze Welt stillzulegen. Man hat in früheren Jahren bisweilen mit einem leichten Schaudern Filme gesehen, in denen genauso ein Szenario durchgespielt wurde bis hin zur völligen Abriegelung von Orten und Internierung von infizierten Personen. Die Bilder aus China ließen erdachte Szenarien Wirklichkeit werden. Und machen wir uns nichts vor: nichts ist Unmöglich, wenn die Menschheit um ihr Überleben kämpft. Glücklicherweise leben wir in einem Land mit großen finanziellen, materiellen und auch menschlichen Ressourcen, die es uns bislang erlaubt haben, der Krise noch mit weniger harten Maßnahmen zu begegnen und die ganz großen Katastrophen zu verhindern. Aber auch das kann schnell Schnee vor gestern sein, wenn die Einsicht der Menschen in die Notwendigkeit von zeitweisen auch massiven Einschränkungen in die individuelle Bewegungsfreiheit bröckelt oder wie bereits geschehen in offenen Widerstand umschlägt.

Nun scheint – ich sage bewusst scheint – eine solche Entwicklung durch den Beginn der Impfungen zunächst abgewendet. Aber die Pandemie ist damit noch nicht besiegt und allerorten wird Mantra-artig gemahnt, dass wir uns noch in Geduld üben müssen, bis genügend Menschen geimpft werden, um die sogenannte Herdenimmunität zu erreichen.

Das nur noch einmal zur Zusammenfassung der aktuellen Situation. Ohne darauf einzugehen, welche Folgen Corona weltweit und vor allem in den ärmeren Ländern hat! Blick über den Tellerrand ist allemal sinnvoll um sich zu vergegenwärtigen, dass wir uns nach wie vor in einer sehr privilegierten Lage befinden mit dem vergleichsweise funktionsfähigen Gesundheitssystem und finanziellen Abfederungsmaßnahmen.

Aber darum geht es mir nicht in erster Linie in diesem Beitrag. Die Situation ist ja hinlänglich bekannt. Übrigens gibt es immer noch Leute, die sagen, sie würden nicht ausreichend informiert. Ja, Leute, wo lebt ihr denn und wo informiert ihr euch. Ich habe noch nie so viele „zdf oder ARD spezial“ gesehen und auch in den Zeitungen wird täglich über neue Entwicklungen berichtet. Der Punkt ist, dass wir immer noch auf Sicht fahren, weil wir nicht wissen, wie sich die Lage entwickeln wird, zum jetzigen Zeitpunkt im Hinblick auf die Wirkung des zweiten Lockdowns. Aber woran liegt das? Es liegt an dem noch unzureichenden Wissen über die Verbreitungswege des Virus, aber auch und in erster Linie daran, dass Menschen dessen Existenz und Gefährlichkeit leugnen und die erforderlichen Schutzmaßnahmen ignorieren. Ganz klare Sache: die Politik kann sich auf den Kopf stellen und Maßnahmen über Maßnahmen beschließen, wenn die Menschen sich nicht daran halten, wird sich die Lage nicht verbessern, bis genügend Leute geimpft sind, und das wird noch eine ganze Weile dauern. Es ist in einem demokratischen und freiheitlichen Staat wie dem unseren die Verantwortung eines jeden und einer jeden, wie wir aus der Krise möglichst glimpflich herauskommen oder ob gegebenenfalls noch viel schärfere Maßnahmen ergriffen werden müssen.

Auch das ist nichts Neues, aber ich fürchte, diejenigen, die ich jetzt vor allem meine, fühlen sich nicht angesprochen.

Vor einigen Tagen sah ich ein Video zu diesem Thema, dort fiel ein Satz, der mich sehr berührt hat: Es hieß, die Menschen, die vor einer Situation weglaufen oder in die Aggression nach außen gehen, tun dies, weil sie sich selbst nicht ertragen. Das muss man erst mal sacken lassen. Ja, das ist was dran. Wir sind allesamt doch sehr verunsichert bis verängstigt angesichts der immer noch unübersichtlichen und nicht absehbaren Situation. Wir können nichts planen, sind der Situation mehr oder weniger hilflos ausgeliefert. Das Verdrängen der eigenen Ängste kann dazu führen, dass im Außen Schuldige gesucht werden, so absurd manche Theorien erscheinen, aber das spricht tatsächlich dafür, dass ich mich meinen eigenen Ängsten auf Teufel komm raus nicht stellen will. Das mal dazu. Das ist im Übrigen keine neue Theorie, dass eigene Ängste oder Aggressionen ins Außen projiziert werden. Das kennt doch jeder von uns!

Jetzt zum Jahresende wurde öffentlich viel darüber diskutiert, ob und in welcher Form Weihnachten gefeiert werden könnte und dürfte. Die Politiker hatten wohl gehofft, dass der sogenannte Teillockdown im November die Infektionszahlen soweit zurückdrängen würde, dass Weihnachten Lockerungen in den Kontaktbeschränkungen und Weihnachtsfeiern und -gottesdienste mit entsprechenden Hygienemaßnahmen möglich wären. Es ging natürlich auch darum, Weihnachtseinkäufe zu ermöglichen und dem Einzelhandel die Chance für einen Verlustausgleich zu geben. Das hat nun alles nicht geklappt. Warum? Weil die Politiker und viele Menschen vergeblich gehofft hatten, dass dieses Mal die Vernunft siegen und die Leute sich von sich aus beschränken würden in ihren Kontakten. Keine Ahnung, warum die „Beschwörungen“ der Politiker letztlich wenig gefruchtet haben.

Zurück zu den Weihnachtsgottesdiensten. Wie gesagt habe ich eine solche öffentliche Diskussion um Weihnachtsgottesdienste im Leben noch nicht erlebt! Hat Weihnachten für die Menschen doch eine größere Bedeutung als ich gedacht habe? Ganz ehrlich: mir hat der Gedanke auch weh getan, am Heiligabend nicht in den Gottesdienst gehen zu können. Ich gebe aber auch zu, dass das natürlich auch irgendwie Krokodilstränen sein müssen, denn ich gehöre auch zu den sogenannten U-Boot-Christen, die tatsächlich nur dieses eine Mal im Jahr in die Kirche gehen. Weil es immer so war in meinem Leben? Ja.

Andererseits frage ich mich, warum es angesichts der Pandemie diese große Diskussion um die Gottesdienste gegeben hat. Da muss doch mehr dahinter stecken, als die reine Gewohnheit und der Wunsch, vor der Bescherung zu Hause erst noch mal zur Ruhe zu kommen und sich in Weihnachtsstimmung zu bringen. Ich glaube, dass viele von uns die Pandemie nachdenklich gemacht hat über das, was das Leben ausmacht und das, was uns erfüllt und Sinn gibt. Wir sind durch die Kontaktbeschränkungen und Lockdowns mehr als je zuvor auf uns selbst zurück geworfen worden, konnten nicht mehr vor uns selbst weglaufen und uns z.B. in den Konsum stürzen oder im Außen Ablenkung suchen. Vielleicht ist dadurch wieder der Wunsch nach Gemeinschaft gekommen, sich nahe sein zu können. Man vermisst manche Dinge eben erst dann, wenn man sie nicht mehr hat. Alles war so selbstverständlich in unserem Leben. Was ist von dieser Selbstverständlichkeit geblieben? Haben wir gemerkt, wie sehr wir die anderen brauchen, unsere Familie, Freunde, Arbeitskollegen etc. ? Das wäre doch eine durchaus positive Erkenntnis, wenn sie denn länger anhielte als die Pandemie und unseren Lebensstil und Umgang mit Mitmenschen dauerhaft veränderte. Und uns vielleicht auch die Erkenntnis oder Anerkenntnis brächte, dass das Leben eben sehr „fragil“, zerbrechlich ist, eigentlich jeden Moment am seidenen Faden hängt und entsprechend gewürdigt werden sollte.

Wie das geschieht, ist jedermanns und jeder Frau eigene Sache. Der Glaube ist eine Möglichkeit, Gemeinschaft zu erleben im christlichen Leben, aber eben nur eine.

Für mich haben der unbedingte Fortschrittsglaube, die Illusion von der allumfassenden Macht des menschlichen Intellekts, der ungehemmte Wirtschaftsliberalismus und die Predigt vom ewigen Wachstum eine Leerstelle in der menschlichen Seele hinterlassen, die in dieser Krise augenfälliger denn je geworden ist und uns in o.g. Hilflosigkeit zurück lässt. Finanzielle Sicherheit ist ohne Zweifel wichtig, aber – wir haben diese Erfahrung doch sicher alle schon einmal gemacht – je mehr Wünsche ich mir erfüllen kann, desto fader wird das Gefühl, wenn ich den Gegenstand meines Begehrens in Händen halte.

Da muss es noch etwas anderes geben, das uns erfüllt.

Wenn wir so ins Zweifeln und Hadern geraten sind, ist jetzt die Gelegenheit, das Leben auf den Prüfstand zu stellen und zu schauen, was mich zufrieden und glücklich macht. Gegen alles anzurennen sicher nicht! Wie ich in den Wald hineinrufe, so schallt es heraus, negative Energien rufen negative Energien hervor. Und was um Himmels willen habe ich davon, wenn ich andere Menschen verunglimpfe, angreife oder schlimmeres? Geht es mir danach besser? Und was ändert das?

Wie ist es denn, wenn ich klein anfange, und meinen Mitmenschen häufiger mal ein Lächeln schenke oder ein freundliches Wort. Oder auch Hilfestellung leiste, so wie viele Ehrenamtliche, die sich jetzt engagieren und z. B. für Risikogruppen einkaufen u.ä. Es gibt so viele Möglichkeiten….auch mal für andere da zu sein.

So, ihr lieben Leser…So viel am Stück habe ich schon lange nicht mehr geschrieben, aber irgendwo müssen die vielen Gedanken, die mir so durch den Kopf gehen, ja mal hin. Eigentlich könnte ich fast jeden Tag einen Beitrag schreiben, ginge ich nach der Menge der am Tag oder meistens auch in der Nacht produzierten Gedanken.

Kurzum, ich hoffe, ihr seid bislang gut und vor allem gesund durch die Krise gekommen und nicht zu sehr in negative Gedanken abgerutscht. Reden über das, was einen bewegt, hilft da sicher. Mir und euch dann bestimmt auch. Schreiben geht auch!

Es grüßt euch liebevoll und wünscht euch alles Gute für das kommende Jahr

Claudia

Risikogebiet IKEA

Ich hatte diesen Termin schon einige Zeit im Kopf gehabt, aber heutzutage überlegt man es sich ja gleich mehrfach, ob man oder frau sich unter die Leute wagt, zumindest unter größere Menschenansammlungen mit Virenabsonderungspotential. Daneben der Wunsch nach etwas Normalität, und dazu gehört in meinem Leben, ich gebe es offen zu, ab und an ein Besuch bei IKEA. Nun, pünktlich Anfang August landete der neue Katalog in meinem Briefkasten und lud mich ein, die Neuigkeiten zu durchstöbern. Natürlich gibt es bestimmte Produkte, die regelmäßig meine Aufmerksamkeit auf sich ziehen, sofern ich keine größeren Veränderungen an meiner Wohnungseinrichtung vornehmen möchte. Aber dazu später.

Ein Blick in die Vergangenheit darf auch in dieser Geschichte nicht fehlen, dafür ist sie da, die Vergangenheit, dass frau sich erinnert. Dabei kann ich den Zeitpunkt eben in dieser Vergangenheit nicht mehr genau ermitteln, als es in meiner Nähe noch kein IKEA gab. Es mag wohl bald 40 Jahre her sein. Das ist eindeutig der Nachteil dieser Rückblicke. Sie machen mir immer wieder bewusst, wie viel Zeit von damals bis heute schon wieder vergangen ist. Damals, jedenfalls, steuerten wir – ja, zu der Zeit gab es noch ein WIR – also mein Mann und mich, einmal im Jahr das große dänische Möbelhaus in Kamen an. Es hatte jedes Mal etwas von Abenteuer… Vorfreude erfüllte uns auf die schöne neue Möbelwelt, und nach Erledigung der Einkäufe gehörten eine Tasse Kaffee und Kotböller einfach dazu. Der Mensch braucht seine Rituale und wenn es was umsonst gibt, ist man auch gern dabei. Das heißt, ob ich damals schon zur IKEA Family gehörte und jede weitere Tasse Kaffee kostenlos erhielt, weiß ich nicht mehr.

So zierten im Laufe der Jahre je nach Geldbeutel die Regalsysteme Sten (oh, jetzt erinnere ich mich doch nicht mehr genau an den Namen dieser Regale, die vermutlich in erster Linie in Kellerräumen für Ordnung sorgen sollten, aber auch für eine Studentenbude genau das Richtige waren) und später „Billy“ unsere Wohnung. Einige davon haben diversen Umzügen, den Unbilden der Zeit und menschlichen Tragödien – sprich der Auflösung unserer Ehe standgehalten. IKEA for ever!? Zumindest was das Haltbarkeitsdatum angeht….

Nun habe ich also am Samstag vor einer Woche meine ursprünglichen Überlegungen in die Tat umgesetzt, mir als Mitglied vom Stadtteilauto ein „flow car“ ausgeliehen und bin losgefahren. Ich dachte, ja ich habe natürlich darüber nachgedacht, was mich erwarten würde, wie voll es wohl sein könnte an einem Samstagnachmittag und dass der angesichts von Corona würden die Leute wahrscheinlich eher auf einen Besuch verzichten. Nun ja, schon als ich mich dem Parkplatz näherte, schwante mir, dass die Realität meine Vermutungen, die ich gutgläubig oder blauäugig oder einfach, weil ich diesen Ausflug machen wollte, Lügen strafen würde. Es kostete mich einige Umrundungen der Parkplatzreihen, bis ich eine Lücke fand. An normalen Tagen normal, an Corona-Tagen beängstigend. Aber jetzt gab es kein zurück mehr.

Absperrungen verwehrten den Eingang und erforderten die Einreihung in die Schlange der überzähligen Kunden, die auf die Zuteilung einer weißen Chipkarte als Eintrittskarte durch einen orange-bewesteten Ordnungshüter warteten. Offensichtlich war die begrenzte Zahl an Kunden überschritten worden. Keine gute Nachricht.

Der Weg durch die Ausstellungshalle ist schnell beschrieben, so schnell, wie ich sie durchlief, am Ende schweißgebadet ob der schlechten Luft und der vielen Menschen, die sich zeitweise eng aneinander vorbei drängten. Kaum ein Ausharren, kaum ein Blick auf die Möbel, nur der Gedanke, hier möglichst schnell wieder raus zu kommen. Kein Kaffee (ich hatte auch meine Family-Card zu Hause gelassen, noch so’n „Unglück“, aber ehrlich gesagt, nicht mal nach kostenlosem Kaffee stand mir der Sinn…nach diesem Ritt durch die Ausstellung und dann noch konfrontiert mit – wie soll ich das beschreiben – einem Restaurant, das durch die vielen Plastikabschirmungen eher einer Baustelle glich.

Anschließend in den Verkaufsraum. Viele Menschen, viele gestresste Menschen, weinende, schreiende Kinder…wahrscheinlich übertreibe ich, aber so ist es mir im Gedächtnis geblieben. Keine Lust, einzukaufen…diesmal keine Gläser, keine Tassen, keine Bettwäsche, keine Teelichter (letztere habe ich übrigens vollständig aus meinem Einkaufsrepertoire gestrichen, nachdem mir der Zusammenhang mit der Zerstörung von Regenwald und der Herstellung der Teelichter aus Palmöl klar wurde. Manche mögen mich jetzt eine „Ökotante“ schimpfen. Ist mir egal. Ganze 18 Euro habe ich dieses Mal ausgegeben. Minusrekord. Dabei nicht mitgerechnet allerdings einige Mitbringsel aus der Lebensmittel-/Süßwarenabteilungen für liebe Menschen aus meiner Umgebung, die durchweg ihre Adressaten nicht mehr erreicht haben.

Nichts wie raus, war mein einziger Gedanke.

Liebe Menschen, kann gut sein, dass ihr das übertrieben findet. Wahrscheinlich habt ihr damit sogar recht. Aber ich kann und will nicht leugnen, dass Corona mich und mein Verhalten beeinflusst und verändert. Die Sorge, andere Menschen oder insbesondere mir nahe stehende Menschen anstecken zu können oder selbst angesteckt zu werden, ist unterschwelliger oder konkreter Bestandteil meines Lebens. Ich stehe nach wie vor dazu, dass wir keine andere Wahl haben als irgendwie mit dem Virus zu leben, d.h. ihn ernst zu nehmen als das, was er ist und nicht so zu tun, als gäbe es ihn nicht, oder als könnte er mir persönlich nichts anhaben. Nein, das ist eine Illusion. Gut, bei uns sind die Infektionszahlen noch immer gut zu händeln, aber wir erfahren immer wieder, wie schnell die Situation kippen kann. Und meine Frage an all diejenigen, die fragen, wo Corona denn ist, und argumentieren, dass es doch nur ein paar Tote gäbe, für die man das ganze System „schrotten“ würde (so drückte es eine Anti-Corona Demonstrantin kürzlich im Fernsehen aus. All denjenigen, die sich ihrer Freiheit beraubt fühlen, möchte ich einige wenige Fragen stellen und würde mich freuen, wenn ihr sie ernsthaft bedenken würdet:

  1. Was glaubt ihr, warum wir hier im Verhältnis so wenige Tote haben?
  2. Was würdet ihr sagen, wenn IHR plötzlich infiziert würdet und im Krankenhaus kein Beatmungsgerät mehr vorhanden wäre für eure Behandlung?
  3. Was, wenn eure Eltern, Freunde, Großeltern…erkranken und sterben würden?

Könnte das einen Sichtwechsel ermöglichen?

Und dann noch zum Punkt Freiheit: Ja, die Freiheit des Einzelnen ist ein sehr hohes Gut, aber das kann keine grenzenlose Freiheit sein. Die Freiheit des Einzelnen hört da auf, wo sie die Freiheit des anderen einschränkt oder er den Anderen schädigt. Das ist und sollte in einem Gemeinwesen so sein. Oder was meint Ihr?

Und was für einen Staat wünscht ihr euch? Wer soll wie regieren? „Gute“ Beispiele haben wir gerade genug auf der Welt. Schaut mal genau hin und überlegt, ob ihr anderswo mehr Freiheit hättet!

Vielleicht habt ihr gedacht, das Fazit meines Berichts wäre nach meinen Schilderungen ein anderes. Nein. Nein.

Ich, wir alle leiden unter dieser Pandemie, auch deshalb, weil Erfahrungswerte fehlen und alle, vor allem auch die Verantwortlichen – Politiker, Wissenschaftler etc. – nach immer neuen Antworten suchen müssen. Die Antworten liegen nicht auf dem Tisch, sie müssen gefunden werden. Es gibt immer wieder Irrtümer, es gibt keine oder wenig Gewissheiten. Das macht Angst, aber das macht uns allen Angst und wir sollten gemeinsam versuchen, bestmöglich mit der Situation umzugehen. Und jeder von uns trägt Verantwortung dafür, wie wir mit der Krise fertig werden. Jeder und Jede!

So, in diesem Sinne noch einen schönen Restsonntag, ihr Lieben….und bleibt gesund!

PS: Das ist ein ganz persönlicher Erfahrungsbericht. Wer immer zu IKEA fahren möchte, soll es tun. Abstand halten und Maske tragen sind auch hier die besten Ratgeber, und vielleicht kann es dann sogar entspannt sein.

Anmerkungen zur „Lage der Nation“

Eigentlich wollte ich heute abend einen Bericht über meinen Urlaub auf Borkum in diesem Jahr schreiben…Und was geschah: auf einmal war ich mitten in der Diskussion und den Blüten, die sie derzeit treibt, über die Corona-Maßnahmen. Nun, dann ist es so. Es war mir offensichtlich wichtiger als Borkum. Die einleitenden Worte – als es noch um Borkum ging – habe ich dann kurzerhand gelöscht und nun geht es weiter mit dem neuen Thema:

Wie alle anderen, kann auch ich nur mutmaßen, warum sich offensichtlich mehr und mehr Leute gegen die Corona-Schutzmaßnahmen auflehnen oder schlimmer noch, ihr Verschwörungssüppchen mit gefährlichen Zutaten und u.U. noch gefährlicheren Konsequenzen kochen. Manche scheinen sich davon Popularität zu erhoffen, die sie anders nicht ergattern können, manche nutzen die Gunst der Stunde, das sogenannte Establishement und damit das ganze demokratische System in Frage zu stellen. Und dann? Was glaubt ihr, was passiert, wenn die einen oder anderen der genannten Gruppen an die Macht kommen? Das kann nur Chaos bedeuten. Bin ich „staatstragend“. In gewisser Weise schon, denn was ohne einen funktionsfähigen Staat passiert, sehen wir jeden Tag in den Medien (s. gerade Libanon). Und was wäre die Alternative zu den jetzt beschlossenen Schutzmaßnahmen? So tun, als gäbe es Corona nicht und alle Maßnahmen in den Wind schreiben, nach dem Motto, ich will meine Freiheit wieder? OK, polemisieren liegt mir eigentlich nicht, aber manchmal frage ich mich schon, wie sehr man die offensichtliche Realität – und wenn nicht in Deutschland, so doch in Amerika, Brasilien usw – ausblendet und fragt, wo ist denn Corona? Es geht natürlich auch immer und ganz bestimmt um die Frage, ob die beschlossenen freiheitsbeschränkenden Maßnahmen tatsächlich der Corona-Bekämpfung dienen und inwieweit sie in der jeweiligen Situation gerechtfertig sind. Das ist für mich eine ganz entscheidende Frage. Und wenn das nicht der Fall ist, dann verliert die Regierung an Vertrauen und was das bedeuten könnte, will ich mir in dieser Situation nicht vorstellen! Ich will hier nicht unterschlagen, dass mich in dieser Hinsicht ein Bericht betroffen gemacht hat, demzufolge die Regierung offensichtlich möglichst unbeobachtet ein Gesetz durchbringen will, das es dem Verfassungsschutz zukünftig erlauben soll, jeden Bürger „auszuhorchen“, d.h. seine digitale Kommunikation mitzuhören und mitzulesen, wenn es ihm opportun erscheint. Eine so weit reichende Überprüfung bedurfte bislang immer noch eines gerichtlichen Beschlusses und konnte nicht vom Verfassungsschutz in Eigenregie durchgeführt werden. Da horche ich allerdings auf und werde mir wieder bewusst, das es nicht reicht, seine Stimme abzugeben und alles andere den Politikern unbesehen zu überlassen, in dem Gefühl, sie werden es schon richten. Nein, Kontrolle ist wichtig und an erster Stelle die Pressefreiheit. Genau die ist nämlich in Gefahr, wenn das o.g. Gesetz in Kraft tritt, denn dann können Informanden nicht mehr geschützt werden (vielleicht ist genau das der Sinn der Maßnahme, dass der Staat oppositionelle oder nur nicht genehme Meinungen und Enthüllungsjournalismus unterbinden will. Also, Holzauge sei wachsam, dass die demokratischen Strukturen und Werte eingehalten werden, denn Macht tendiert nunmal zur Machterhaltung und -erweiterung, so ist das.

Es ist merkwürdig, aber ich kann offensichtlich mit diesem Schwebezustand, mit dem nicht wissen, wie es weitergeht, ganz gut leben. Denn was wollen wir auch anderes tun. Corona ist allgegenwärtig und wird auch in den Medien schon personalisiert: es wartet nur darauf, über uns herzufallen, wenn wir nicht aufpassen. Wie ein kleiner Teufel. Nun, wer weiß, wer uns Corona geschickt hat, sicherlich kein Bill Gates oder die Chinesen – nee, glaube ich nicht – nein, ich stelle hier keine Vermutungen auf . Corona ist eine Zumutung in dem Sinne, dass es von uns Mut und Durchhaltevermögen, aber auch Solidarität erfordert. Es zwingt uns, über unseren Lebensstil nachzudenken und legt lang existierende Versäumnisse wie in den Schlachtbestrieben und an vielen anderen Stellen der Gesellschaft schonungslos offen. Die Gesellschaft wird sich ändern (müssen). Wie das geschieht, entscheiden wir durch unser Verhalten mit.

Wer die Abschaffung des demokratischen Systems und der „Lügenpresse“ fordert, hat m. E. die Geschichte nicht bis zum Ende weiter gedacht, sorry! Oder verweigert den Blick auf die Länder, in denen es schon lange keine Demokratie mehr gibt! Wollen wir das, was wir da sehen?

Also dann akzeptiere ich lieber die auch meine Freiheit beschränkenden Maßnahmen und gestehe denen, die das Land jetzt regieren, zu, dass sie und die Wissenschaftler und alle Beteiligten bisweilen auf Sicht fahren, weil es gar nicht anders geht und Erfahrungswerte erst noch gesammelt werden müssen. Es ist alles nicht schön, aber…denken wir lieber darüber nach, wie wir am besten mit den derzeitigen Herausforderungen fertig werden und unser kreatives Potenzial nutzen.

In diesem Sinne: einen kreativen Sonntag!

Sommersonnenwende

Eigentlich sollte dieser Beitrag schon vor einer Woche, am Tag der Sommersonnenwende (Samstag, 20. Juni) geschrieben werden. So ist das mit den Plänen…

Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber mit fortschreitendem Alter gewinnt der Verlauf/Lauf der Zeit mehr an Bedeutung, denn sie vergeht, glaubt man den Aussagen der Älteren, zu denen ich jetzt ja auch gehöre, vom Gefühl her schneller. Natürlich kann das nicht sein, aber wir nehmen es so wahr. Eine Begründung dafür hörte ich kürzlich von einem „Fachmann“, der sagte, dass dieses Gefühl auch daher rühre, dass die Tage gleichförmiger vergehen, nicht mehr so viel Neues in unser Leben tritt. Das mag eine Begründung sein und könnte insofern helfen, als man oder frau oder * versucht, den Tagen mehr Inhalt oder auch anderen Inhalt zu geben. In unserem/meinem Leben ist das glücklicherweise noch möglich. So merke ich, wie gut es mir tut, etwas Neues zu erleben, wie z.B. ein Kurztripp nach Wien Anfang dieses Jahres.

Corona hat uns alle nun für eine nicht unbedeutende Zeit auf uns selbst zurückgeworfen und die Möglichkeiten anderer Erfahrungen zeitweise gänzlich unmöglich gemacht. Den meisten von uns wird bewusst geworden sein, wie wichtig zwischenmenschliche Beziehungen sind, Gespräche, Nähe und Berührungen. Wie schmerzlich, meine Freundin nicht umarmen zu können! Wie tief der Reflex, mich anderen zu nähern, wenn ich mit ihnen spreche!

Und Corona hat uns alle wieder einmal und unausweichlich mit unserer eigenen Vergänglichkeit/Sterblichkeit konfrontiert. Die Reaktionen darauf waren und sind – wie wir Menschen auch -unterschiedlich: Die einen haben sich auf sich selbst besonnen, Dinge getan, die lange liegen geblieben waren, so z.B. Altes weggeräumt und für Neues Platz geschaffen. Ich habe in diesem Zuge alte Bilderalben angeschaut, im Keller Unterlagen aus meinem Studium noch einmal gesichtet und mich dann nach langer Zeit von ihnen verabschiedet.

Andere haben mit Wut auf die Freiheitsbeschränkungen reagiert und die Existenz von Corona geleugnet. Bei näherer Betrachtung könnte es sein, dass sie damit die Angst vor dem Tod verdrängt haben. Es könnte sein. Ich stecke da nicht drin. Kürzlich las ich bei einem Psychologen, dass die Angst vor dem Tod die größte Angst des Menschen ist. Leuchtet mir ein, denn was könnte uns noch größere Angst machen, als das Verschwinden von dieser Erde, dieses unvorstellbare Verschwinden…und der Psychologe weiter – das hört man auch immer wieder – die Endlichkeit des Daseins kann Motor sein, sein Leben neu zu gestalten und ihm einen „Sinn“ zu geben.

Letzte Woche war ich mit meinem Sohn in Münster und habe ihm vorgeschlagen, zwei meiner Wohnstätten aus meiner Studienzeit aufzusuchen. Ich war überrascht, dass er damit einverstanden war, denn schließlich hat er mit dieser Zeit nichts zu tun. So sind wir zuerst bei meiner Studentenunterkunft vorbei gefahren. Ich war dort vor einigen Jahren schon einmal mit meiner Freundin gewesen, die früher auch mal in Münster gearbeitet hatte. Damals stand der Name meines Vermieters noch auf der Klingel, aber ich habe mich nicht getraut, zu klingeln. Nun, das Verhältnis war nicht das Beste gewesen, oder, naja neutral. Der Mann musste jetzt auch schon ziemlich alt sein. Nun kamen wir also wieder an dem Haus an. Immer noch der Name an der Tür. Im Erdgeschoss ein großes Durcheinander in allen sichtbaren Zimmer. Eine junge Frau in der Küche über Papier gebeugt und kopfschüttelnd. Ich vermutete, dass es sich um die Tochter oder eine Familienangehörige handelte und der Hausherr verstorben war. Daher sprach ich die Frau auch nicht durch das offene Fenster an. Wieder zu Hause konsultierte ich das Internet und stellte fest, dass der Vermieter schon 2013 verstorben war, also schon Jahre vor meinem ersten Besuch. Das Haus musste so lange leer gestanden haben.

Eigentlich ist das auch nicht mehr wichtig. Wie gesagt, sympathisch war er mir damals nicht gewesen. Aber das Haus ist untrennbar mit meinem Leben damals verbunden. Und es ist sage und schreibe 40 Jahre her. Kaum zu glauben. Jetzt kommt noch hinzu, dass ich im vergangenen Jahr im Internet nach meiner damaligen Mitbewohnerin und Freundin gesucht habe, die ich seit langem aus den Augen verloren hatte. Und ich musste feststellen, dass sie im Alter von 63 Jahren verstorben war. Wir können der Auseinandersetzung mit dem Tod irgendwann nicht mehr aus dem Weg gehen, wenn immer mehr Menschen aus unserer Familie und unserem Umfeld plötzlich nicht mehr da sind. Natürlich ist das normal und folgerichtet und notwendig, geschenkt, aber was macht das mit dir und mir?

Daher auch der Titel dieses Beitrags: Sommersonnenwende. Jetzt werden die Tage wieder kürzer. Im Dezember sehne ich immer den Moment der Wintersonnenwende herbei, wenn die Tage langsam aber sicher wieder länger werden und das Leben neu beginnt. Licht ist mit Hoffnung verbunden, in meiner Vorstellung. Und jetzt erneut die Wende. Es geht nichts an diesem Kreislauf vorbei und so lange uns statistisch noch eine lange Zeit zur Verfügung steht, ist das auch kein größeres Problem, denn nach Regen kommt wieder Sonne und auf den Winter folgt der Frühling.

Das Prinzip des Kommens und Gehens durchzieht unsere Existenz und schlägt sich in unserer Sprache und Wahrnehmung wieder:

Auf Regen folgt Sonnenschein

Morgen kommt ein neuer Himme (Romantitel)

Stirb und Werde (Roman von André Gide)

Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde! (Gedicht „Stufen“ von Hermann Hesse)

Allen diesen Weisheiten ist gemein, dass das Leben von uns auch immer wieder Abschiede fordert, damit Neues entstehen kann. Ein Leben ohne Sterben gibt es nicht, auch wenn wir es gerne hätten. Oder vielleicht auch nicht. Zum Beispiel neigt sich meine Berufstätigkeit so langsam dem Ende zu. Es ist einerseits traurig, weil ich meine Arbeit immer gerne gemacht habe, aber auch meine langjährigen Kolleg*nnen gehen nach und nach und junge Leute drängen nach. Dann möchte ich irgendwann auch nicht mehr bleiben. Alles schön und gut, ich kann mir ein Leben ohne Berufstätigkeit inzwischen vorstellen, aber das ist ja nicht alles. Das soziale Umfeld ändert sich, die körperliche und geistige Belastbarkeit lässt nach und was kommt dann noch?

Diese Gedanken gehen mir durch den Kopf. Immer wieder. Und mal ehrlich, irgendwie steht auch der Gedanke dahinter, was von mir bleibt, was von dir bleibt. Ganz intensiv habe ich das beim Tod meiner Mutter empfunden, weil ich da ganz direkt miterlebt habe, dass eben nichts bleibt, außer ein paar Erinnerungsstücke, Bilder…Das Haus stand plötzlich leer, es hatte seine Seele verloren. Es wurde ausgeräumt, der Hausrat verkauft und schließlich wurde das Haus verkauft und abgerissen. Es tat so weh, auch wenn ich dort schon lange nicht mehr gewohnt hatte. Aber in den letzten Jahren, bevor meine Mutter ins Altersheim kam, war ich am Wochenende oft dort gewesen und hatte viele schöne Stunden mir ihr verbracht, war mit ihr zum Kaffeetrinken in die Stadt gefahren und hatte ihr den Garten gemacht, ich, die ich zuvor mit Gartenarbeit nie etwas am Hut gehabt hatte. Aber meiner Mutter war es wichtig gewesen, dass alles in Ordnung gehalten wurde, und so habe sogar ich Spaß daran gefunden. Alle diese Erinnerungen hingen auch an diesem Haus…

Abschied nehmen. Auf das es gelingt!

Abschied nehmen und sich trotzdem für Neues öffnen, immer wieder aufs Neue, solange es irgend geht.

Für sich selbst und andere etwas Sinnvolles zu tun: z.B. Schutzmasken nähen….irgendwas geht (fast) immer.

Oder Texte schreiben und anderen die eigenen Erfahrungen mitteilen und vielleicht zum Nachdenken oder Lachen bringen!

So, ihr Lieben, die Sommersonnenwende hat mal wieder alle diese Gedanken an die Oberfläche gespült. Aber gestern war ich nach langer Zeit mal wieder mit meiner Freundin abends in der Stadt und wir haben die abendliche, ausgelassene Stimmung genossen!

Also, schafft euch schöne Erlebnisse!

Eure Claudia

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