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Und, wie lange musst du noch?

Nachdem die  Frage nach dem allgemeinen Befinden abgehandelt ist, folgt im fortgeschrittenen Alter, und erst recht, wenn man oder frau die 60 überschritten hat, unweigerlich diese Frage: Und, wie lange musst du noch? Ja, was denn? Was muss ich denn? Was wohl? Arbeiten natürlich.

Vor einigen Jahren war ich noch fast beleidigt, wenn mir diese oder in diese Richtung weisende Fragen gestellt wurden, dachte ich, man müsse doch sehen, dass ich noch nicht so weit bin. Gut, mit dem Schätzen des Alters anderer Menschen habe ich auch so meine Schwierigkeiten.

Aber jetzt muss ich es wohl so hinnehmen, dass mir diese Frage mit allem Ernst gestellt wird und  der Gedanke an die Rente ist tatsächlich näher gerückt. Während ich in den letzten Monaten aufgrund meiner OPs zu Hause bleiben musste, erschien es mir plötzlich nicht mehr so unvorstellbar, irgendwann ganz zu Hause zu bleiben.

Das älter werden ist nicht mehr wegzudenken und wegzuschieben. So wie jeder Mensch sich intensiv mit der jeweiligen Lebensphase beschäftigt, in der er oder sie sich gerade befindet, so nimmt die Auseinandersetzung mit dem Altern bei mir einen zunehmenden Raum ein. So wie sich Kinder mit der nächsten Klassenarbeit, Studenten mit bevorstehenden Klausuren, Eltern sich mit ihrem Nachwuchs beschäftigen und in dem Moment nichts anderes zählt, so steht das Thema älter werden immer wieder auf der Tagesordnung, gezwungenermaßen oder auch ganz freiwillig.

Manchmal allerdings kann ich mich selbst nicht mehr hören, wenn ich über das altern spreche oder schreibe, aber ja, ich gehöre jetzt auch offiziell rein nach Jahren gerechnet zu den Seniorinnen.

An allen  Ecken und Kanten merke ich, dass es nicht mehr so rund läuft wie noch vor einigen Jahren, weder im Kopf noch in den Beinen. Kein Wunder, dass ich mich damit beschäftige. Es bleibt mir auch gar nichts anderes übrig. Denn ich werde ja ständig daran erinnert.

Aber nein: Ich will mich davon nicht beherrschen lassen und irgendwo in meinem Inneren fühle ich nicht „alt“, nein, dort bin ich ganz jung. Wenn man an eine Seele glaubt, dann sagt man von ihr, dass sie nicht altert, dass sie die physische Existenz überdauert und dass es ihr völlig egal ist, dass Körper und Geist eine andere Sprache sprechen.

Gewiss ist es nicht einfach, diese beiden Seiten meiner Existenz zusammen zu bringen und sie gleichermaßen wertzuschätzen und ihnen Gehör zu verschaffen.

Meine physische Existenz verlangt, dass ich mich an die sich verändernden Bedingungen ständig neu anpasse, dass ich mich mit ihnen arrangiere, ihnen möglicherweise durch meine Lebensweise zu trotzen versuche. Ich muss akzeptieren, dass meine Abläufe langsamer geworden sind. Vielleicht bin ich dadurch aber auch gelassener geworden. Ich muss nicht mehr mit dem Tempo der jungen Leute mithalten, ich muss nicht mehr so viel kämpfen wie in früheren Jahren. Vieles muss ich nicht mehr, anderes möchte ich noch, kann es aber nicht mehr. Die Angst, was in einigen Jahren sein wird, wenn die Kräfte weiter nachlassen, reist immer mit, wohin ich mich auch fliehen mag.

Meine Seele hingegen schwingt noch immer in altersloser Schönheit und jugendlichem Leichtsinn durch das Universum. Sie beschert mir manchmal Gefühle wie einer 18jährigen, wie schön und wie aufregend. Sie wartet darauf, dass ich ihr Nahrung gebe, dass ich mich am Leben freue,  lache, tanze, schöne Dinge tue.

Ich erinnere mich gerne an meine Mutter, wenn sie mir von ihren Männerbekanntschaften aus jungen Jahren berichtete und wie ihre Augen dann zu glänzen begannen, wie aufgeregt sie mir erzählt hat, dass sich ein Herr aus dem Altersheim wohl für sie interessiert. Es gibt Dinge, die hören nie auf, die Liebe, die Sehnsucht danach, die ungestümen Gefühle.

Meine Seele ist hungrig nach Leben. Trauer, Zorn und negative Gefühle sind ihr Ding nicht. Trauer ist unvermeidlich, hat ihren Platz und ihre Notwendigkeit. Trauer um verlorene Fähigkeiten aber vor allem Trauer über den Verlust lieber Menschen. Zorn und negative Gefühle „beschmutzen“ die Seele und versperren den Blick auf die lebenswerten Seiten des Lebens.

Und dennoch wird das Leben enger, daran geht kein Weg vorbei. Es ist wie ein Trichter, am Anfang noch weit geöffnet für scheinbar unendliche Möglichkeiten  und nun immer schmaler werdend. Er zwingt mich oder gibt mir positiv gewendet die Möglichkeit, das Wesentliche vom Unwesentliche zu unterscheiden, das Leben  zu kondensieren und auf das zu konzentrieren, was mir wichtig ist und mir Kraft und Freude schenkt:

Menschen, die mir zuhören, und denen ich für die Zeit unseres Gesprächs meine ganze Aufmerksamkeit schenke. Menschen, die mich eigentlich nur als Projektionsfläche für ihre eigenen Gedanken brauchen, und denen es im Grunde egal ist, wer ihnen da gegenüber sitzt, tun mir nicht gut. Vielleicht steckt dahinter aber auch eine tiefsitzende Angst, sich mit den wirklich wesentlichen Themen ihrer eigenen Existenz auseinanderzusetzen. Kein Urteil. Das kommt mir nicht zu. Für mich aber „verlorene“ Zeit.

Bücher, die mich bereichern, die mich in sie hineinziehen wie in einen Sog und mich erst wieder freigeben, wenn das Buch ausgelesen ist. Da ist wie Spielen in der Kindheit. Ich vergesse Zeit und Raum, bin ganz in der Phantasiewelt des Buches, lebe und leide mit den Figuren und nehme auch noch etwas davon mit in meine Realität. Das ist es, was mich erfüllt: diese Momente, in denen ich ganz zugegen bin, in denen mich eine Sache mitreißt. Ich weiß nicht, woher ich das habe, wahrscheinlich aus irgendeinem philosophischen Ansatz, dass die Kunst des Lebens darin besteht, alles was man tut, mit ganzer Hingabe zu tun, dabei ist es ganz egal, was. Ehrlich gesagt: so ganz will mir es mir nicht gelingen, meine Wäsche mit der gewünschten Versenkung zu bügeln.

Aber wenn ich z.B. einen Artikel wie diesen schreibe, dann passiert mir genau das. Ich vergesse alles um mich herum, ich schaue auch nicht auf die Uhr…nur zu spät abends darf es nicht werden, denn dann nehme ich die Gedanken mit ins Bett uns spinne sie dort weiter. Das ist definitiv nicht gut!

So heißt es für mich immer wieder, die innere Balance zu halten zwischen dem, was schwer ist, was erlebt und gelebt werden muss und was schön ist, was mir Freude macht und mich erfüllt.

Und wenn mich mal wieder jemand fragt, wie lange ich noch muss, dann sage ich: ich muss gar nicht, ich möchte noch arbeiten. So lange es mir noch Freude macht, so lange ich es noch kann…..

Und dann sieht man weiter. Jeden Tag neu erfahren, sich erfahren, das Leben umher aufnehmen und seinen Weg finden.

 

Cartes sur Tables – sehr bald 60

Fast ist es soweit…Ein neues Lebensjahrzehnt steht vor der Tür, wie ich bereits berichtet habe.

Eigentlich wollte ich mich heute abend in aller Ruhe hinsetzen, und diesen Beitrag  schreiben. Nun hat mein Computer unerwartete Mucken gemacht, und ich befürchte, dass ich meinen „Computerfritzen“ (er verzeihe mir diesen Begriff, er „betreut“ mich bzw. meine Computer schon seit Jahren und sehr zuverlässig. Namen werden hier nicht genannt) werde kommen lassen müssen (über diese grammatische Anordnung musste ich erstmal nachdenken), um Ordnung ins das Chaos zu bringen.

Aber dieser Beitrag muss heute noch raus!

Das Thema „älter werden“, oder muss ich jetzt schon sagen „alt werden“, beschäftigt mich schon länger, wie meine Leser wissen, und jetzt, angesichts der 6…noch einmal insbesondere.

In Gedanken habe ich versucht, die Haben und die Soll-Seite zu beleuchten, das ist nicht ganz korrekt, aber ihr versteht schon: was steht auf der Haben-Seite meines Lebens und dessen, was noch kommen kann, was steht eher auf der Verlust-Seite.

Ganz klar: ein Großteil meines Lebens ist bereits vergangen. Wieviel Rest noch bleibt, liegt nicht in meiner Hand.

Was in der Vergangenheit liegt, kann ich nicht mehr ändern, es nützt also auch nichts, ihr in irgendeiner Weise hinterher zu trauern. Das tue ich auch nicht. Vielleicht hätte ich das eine oder andere anders machen oder besser lassen können. Aber ich habe zu jedem Zeitpunkt in meinem Leben so gehandelt, wie ich es damals für richtig hielt und bewältigen konnte. Es gab sicher verpasste Chancen, aber wie gesagt, dem hinterher zu trauern bringt nichts. Bis auf mein eigenes Ende, das hoffentlich noch auf sich warten lässt, habe ich alle elementaren Ereignisse in einem Leben erlebt: Geburt, Liebe, Entlieben, ein Kind, den Tod anderer Menschen. Und dabei – soll ich sagen zum Glück – sind mir radikale Varianten der o.g. Ereignisse erspart geblieben. Es gibt die Aussage, dass dem Menschen nur so viel abverlangt wird, wie er /sie auch tragen kann. Ob man diese Aussage verallgemeinern kann und darf, weiß ich nicht und bezweifle ich auch angesichts des Elends so vieler Menschen. Für mich trifft sie aber zu. Es waren zeitweise schwere Zeiten, aber ich konnte sie – auch mit der Hilfe anderer Menschen – überwinden und bin im Nachhinein dankbar für alle Erfahrungen.

Wenn auf der Verlustseite tatsächlich Verluste stehen, die weh getan haben, wie der  von Freundschaft, des Partners oder der Eltern, so stehen demgegenüber auf der Haben-Seite die Erfahrungen, dass man auch mit schweren Ereignissen fertig werden und  an ihnen wachsen kann (manch einer wird an dieser Stelle wahrscheinlich heftig widersprechen). So bin ich dankbar dafür, dass ich meinen (Ex) Mann bis zu seinem letzten Atemzug begleiten durfte und dass ich mit meiner Mutter in ihrem letzten Lebensjahr noch mal eine ganz intensive Zeit erlebt habe.

Ich vermisse sie immer noch schmerzlich, meine Mutter, und ich merke, wie sehr ich ihr ähnlicher werde, nicht zuletzt in den Alterserscheinungen, die ich von ihr kenne und die ich nun z.T. an mir selbst wahrnehme. Das beruhigt mich nun wieder nicht.

Die Erlebnisse mit meinem schwerkranken Mann und meiner Mutter waren Prüfungen für mich, ich verbuche sie auf beiden Seiten, dem Verlust und dem Schweren in meinem Leben und dem Haben als Erfahrungsschatz und Dankbarkeit. Ich bin dankbar, dass ich die damit verbundenen Herausforderungen angenommen habe.

Mein berufliches Leben hat sich anders entwickelt, als ich es als junge Frau geplant hatte, aber das ist heutzutage ja eher die Regel als die Ausnahme. Als ich mein Studium Mitte der 1980er Jahre beendet hatte, fand ich während dieser Zeit der „Lehrerschwemme“ keine Anstellung. Ich bekam dann überraschend das Angebot, als Schwangerschaftsvertretung zu arbeiten. Bis dahin hatten wir mit der Familienplanung noch gewartet, aber da es keine Aussicht auf Weiterbeschäftigung gab, wurden „wir“ schwanger, das größte Geschenk in meinem Leben. Ganz klar „Haben-Seite“.

Beruflich hatte ich das grosse Glück, nach einer Umschulung – als Lehrer ist man ja auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt kaum vermittelbar zumal mit den Fächern Sport und Französisch – eine Stelle bei terre des hommes zu finden und dort in Afrikareferat wenigstens noch meine Sprachkenntnisse sinnvoll einsetzen zu können. Ich fühle mich immer noch gut aufgehoben und kann mich mit meiner Arbeit identifizieren. Also auch Haben-Seite. Aber auch dieser Lebensabschnitt geht in nicht allzu langer Zeit zu Ende. Ein weiterer Verlust auch an Identität und dem Gefühl, etwas Nützliches für sich und die Gesellschaft zu tun. Aber darüber will ich heute noch nicht nachdenken. Es müssen auch noch Themen übrig bleiben!

Mein/unser Sohn litt fast von Geburt an unter Neurodermitis und später und bis heute unter Asthma. Auch das war ganz und gar nicht einfach, für beide Seiten nicht. Dazu kam noch die Trennung von meinem Mann, die ich mir lange nicht zutraute. Ich musste den Schritt letztlich gehen, sonst wäre ich daran vermutlich zugrunde gegangen. Wie ich oben geschrieben habe, wurde mein Mann viele Jahre später sehr krank und ich stand vor der Entscheidung, ob ich die Betreuung für ihn übernehmen würde oder nicht. Es gab viele innere Kämpfe, viele Menschen rieten mir, es nicht zu tun, aber letztlich muss es wohl eine innere Stimme gewesen sein, die mich dazu aufforderte, es zu tun. Und es war richtig! So konnte ich mich von ihm verabschieden ohne jeden Groll im Herzen und ich hoffe, er konnte es auch. Leider konnte er es mir nicht mehr sagen. D.h. einmal sagte er zu mir, er wisse, was ich alles für ihn täte.

Es gibt keine Patentrezepte im Leben. Für andere getrennte Paare mag dieser Weg unmöglich sein. Für mich war es eine Art Aussöhnung. Und für meinen Sohn, der mich in keiner Weise unter Druck setzte, so zu handeln, war es sicher auch wichtig und eine Erleichterung. Denn wie hatte er unter der Trennung und den Streitereien gelitten!

Eigentlich wollte ich gar nicht meine ganze Lebensgeschichte wieder aufrollen, aber nun ist es so gekommen, und dann war/ist es wohl auch richtig. Wie gesagt, dass sind meine ganz persönlichen Erfahrungen.

Zurück zur Jetztzeit. Nachdem meine Mutter (es ist jetzt gerade zwei Jahre her) verstorben war, dachte ich: nunja, jetzt hast du die Gelegenheit, noch einmal durchzustarten und auszuloten, was das Leben noch zu bieten hat. Zunächst musste ich natürlich den Tod meiner Mutter verarbeiten und mich von den Strapazen erholen. Ein Jahr später begann ich dann mit diesem Blog, der auch zu meiner Aufbruchstimmung gehörte und auch den Gesprächen mit meinem Sohn geschuldet ist, der mich ermutigte, mit dem Schreiben anzufangen. Auf der Haben-Seite.

Auf den Verlust-Seite die Erkenntnis, dass der Alterungsprozess fortschreitet, sowohl physisch als auch psychisch. Ständige Muskelschmerzen, abnehmende Muskelkraft, Schlafstörungen etc. etc. Verlustseite. Die psychische/mentale Seite will ich nicht ausklammern, das Vergessen von Namen insbesondere, das Vergessen von Dingen, die ich gerade oder vorhin getan habe…Sorge, ob das altersbedingt ist oder was anderes dahinter steckt. Schamgefühl, darüber zu reden, denn wie fassen die Mitmenschen das auf? Ich kann eigentlich schwer etwas für mich behalten, aber manchmal ist es vernünftiger zu schweigen. Allerdings habe ich immer wieder festgestellt, dass es anderen Menschen in meinem Alter genauso geht wie mir, und dass sie, wenn ich von meiner Vergesslichkeit gesprochen haben, sagten: Gott sei Dank, dass es nicht nur mir so geht! Sie waren wie ich froh zu hören, dass es „normal“ ist im Alterungsprozess. Trotzdem macht es Angst, ganz klar. Die Frage, wie lange kann ich das Tempo in meinem Beruf noch mitgehen? Verlustängste!

Die Erkenntnis, dass die Welt immer komplizierter wird und dass man bestimmte Dinge einfach nicht mehr versteht. So die ganze Computerwelt. Ich arbeite natürlich am Computer, aber wenn es z.B. um die Einrichtung eines neuen Handys geht, dann streiche ich die Segel und rufe meinen Sohn zu Hilfe. Nun, Gebrauchsanleitungen zu lesen war noch nie mein Ding, und das wird auch nicht besser. Verlust-Seite.

Im Bus macht man mir jetzt schon mal Platz. Inzwischen habe ich mich daran gewöhnt und kann es auch annehmen.

Annehmen heißt das Gebot der Stunde. Habe ich auch schon häufiger mal erwähnt. Alles andere macht keinen Sinn. Ich kann doch nichts ändern. Ich kann versuchen, mich auf verschiedene Weise fit zu halten und das Leben trotz allem positiv zu sehen.

Ist vielleicht was dran, dass, wenn ich dem Leben positiv begegne, es auch freundlich zu mir ist. Auf jeden Fall stimmt es doch, dass ich mit einer freundlichen Ausstrahlung eher positive Reaktionen bekomme, als wenn ich mit Leidensmine durch das Leben gehe.

Ich bin gerade in einer Aufräumphase, innerlich wie äußerlich, sagen wir, im Moment geht es noch um das äußerliche Großreinemachen: ich habe – wie ihr wisst – meine Wohnung renoviert – jetzt bin ich damit fast fertig. Gleichzeitig war das die Gelegenheit, mich von allem Überflüssigem in meinen Schränken zu trennen. Vielleicht auch Anlass, mich von Überflüssigem in meinem Leben zu trennen, Balast abzuwerfen.Kürzlich habe ich eine – wenn auch lose – Freundschaft gekündigt, nachdem die Person jahrelang nichts von sich hatte hören lassen und dann plötzlich den Kontakt wieder aufnehmen wollte. Manchmal muss man sich auch von Menschen trennen. Und je älter man wird, desto eher erkennt man, was eine Freundschaft wert ist, was sie einem bedeutet oder eben auch nicht. Oder was einem nicht mehr guttut. Dann sollte man sich davon trennen und sich andere, tragfähige Beziehungen suchen. Verlust und Chance zu Neuem.

Es wird von einem aktiven in-der-Welt-sein immer mehr zu einem auf-die-Welt -schauen. Nunja, ganz so weit bin ich noch nicht, aber das ist die Richtung. Ich entrüste mich immer noch über Ungerechtigkeiten, Unaufrichtigkeit, Lügen, Betrügen…. im täglichen Umgang als auch im Großen (politisch). Was mir nicht weiter hilft, ist diese Kultur  des Hassens und Zurückhassens. Auf die Schiene will ich nicht. Denn Hass zerstört mich und ändert den, den ich meine hassen zu müssen, auch nicht.

Vielleicht ist das mein „Problem“. Ich muss bei allen kontroversen Auseinandersetzungen auf allen Ebenen immer beide Seiten betrachten und meistens ist es so, dass es für beide Seiten ein für und wider gibt. Selbst bei Donald Trump gibt es Ansätze, bei denen man sagen könnte: mal abwarten, vielleicht ergeben sich daraus positive Entwicklungen, so aus einer eventuellen Annäherung mit Putin und einer Übereinkunft in punkto Syrien. Also, insgesamt macht es mir meine Haltung oft nicht leicht, klar Stellung zu beziehen. Aber Unrecht ist Unrecht, und da gibt es für mich auch keine Zweifel. Nur, wer bestimmt, was Unrecht ist? Soll ich diese Fähigkeit, mich jeweils mit konkurrierenden Auffassungen auseinanderzusetzen, als Vor- oder Nachteil werten. Ich verbuche es auf der Haben-Seite, denn es macht die Verständigung mit Menschen leichter.

Dazu noch ein Zitat aus einem Buch von Fulbert Steffensky (Heimathöhle Religion), das ich vor einiger Zeit rezensiert habe:

Er spricht hier über die verschiedenen Konfessionen, aber das Beispiel lässt sich auf alle menschlichen Konflikte übertragen:

„Man könnte vielmehr die Kunst lernen, bei anderen Entwürfen der alten Nachricht und bei den anderen Gruppen Wahrheit zu vermuten. Man könnte zumindest lernen, ihre Entwürfe und Standpunkte zu verstehen. Wir finden in unseren Kirchen nicht selten eine Art von religiösem Autismus , der auf der eigenen Glaubenskonzeption besteht und nicht fähig ist, den Geist und die Logik anderer Konzeptionen wahrzunehmen. Wenn wir unfähig sind, die Logik der anderen Erzählung zu hören, hält sich jede Gruppe für allein seligmachend und kommt nicht heraus aus der Verachtung und der Angst vor der anderen“. (S. 142).

Habe ich jetzt schon alles gesagt? Bestimmt nicht. Ich wollte euch einen Einblick in mein Lebensgefühl geben. Was die ganze äußere Situation auf der Welt gegenwärtig angeht, darüber habe ich schon öfter geschrieben und dass sie mir Angst macht, auch um unserer Kinder willen. Aber ich kann auch nicht jeden Tag mit Angst im Herzen beginnen. Seine Meinung sagen, wo es notwenig ist, etwas tun, wo man es kann.

Und, wie geht es euch, die ihr in einem ähnlichen Alter seid wie ich? Oder was denken die Jüngeren über meine Sicht auf das Leben?

So, und in den nächsten Tagen steht erstmal feiern auf dem Programm, allem Alter zum Trotz!

Eure Claudia

PS: ich mache sonst bestimmt keine Werbung für irgendetwas, aber an dieser Stelle erlaube ich es mir, noch einmal auf meine Spendenaktion zugunsten von terre des hommes Deutschland e.V. hinzuweisen, über die ich in meinem Beitrag „Zwei Jubiläen auf einmal“  bereits berichtet habe.

Ich habe hier einen Link

http://rtlnord.de/nachrichten/kinderhilfswerk-terres-des-hommes-geht-gegen-kinderarbeit-in-indien-vor.html

für euch. In der Sendung  erfahrt ihr, was wir aktuell z. B. in Indien tun. Es ist nur ein Beispiel, aber ich denke, es gibt euch schon einen Eindruck von unserer Arbeit. Wenn ihr etwas auf das von mir bei terre des hommes extra eingerichtete Konto überweisen möchtet, ist hier noch einmal die Kontoverbindung. Hoffentlich verschrecke ich euch damit nicht. Es ist mir – wie man so schön sagt – eine Herzensangelegenheit, weil ich schon so lange bei terre des hommes arbeiten darf und für die Sache stehe, die wir vertreten:

terre des hommes Deutschland e.V.

IBAN: DE66 2655 0105 0000 2266 62

BIC: NOLADE22XXX

Stichwort: „60. Geburtstag Claudia“

Unschuld verloren…

Ich weiß nicht, ob es das trifft, was mir in letzter Zeit häufig durch den Kopf gegangen ist….

Unschuld verloren heißt, die Sache, nein das Leben, auch immer vom Ende her zu denken, denken zu müssen, nicht mehr unschuldig und unbedarft in die Zukunft sehen zu können, das ist es! Wissen, dass die eigene Zeit begrenzt ist, dass die Möglichkeiten sich verengen, das Abschied nehmen vor den Neuanfang tritt. Abschied nehmen von Menschen, von den eigenen Fähigkeiten, von Plänen, die man mal hatte, von Wünschen, die sich nicht mehr realisieren lassen.

Die allgemeine weltpolitische Lage tut ihr Übriges. Sie macht mir Angst. Ich kann es nicht verhehlen. Was passiert da gerade eigentlich. Was ist in die Menschen, oder in viele Menschen gefahren, dass die Agressivität so zunimmt. Was bedeutet Menschsein noch? Haben wir es noch verdient, auf diesem Erdball herumzulaufen, wenn wir uns gegenseitig bekriegen und unsere Umwelt zerstören und für unsere Nachkommen unbewohnbar machen? Wenn allerorten Menschen ausgebeutet, versklavt, ermordert werden für den schnöden Mammon, für die Macht der wenigen über die vielen. War das jemals anders? Wahrscheinlich nicht, nur das meine Generation erst jetzt damit konfrontiert wird in aller Härte. Wie ist es unseren Eltern ergangen?

Das hört sich alles sehr pessimistisch an und ich versuche, nein ich muss manche dieser Fragen auch ganz gehörig verdrängen, wenn ich nicht depressiv werden will. Manche Freundinnen haben mir gesagt, dass sie die Nachrichten schon nicht mehr ertragen. Und es ist auch wahr: wir haben zu zigtausenden gegen TTIPP demonstriert, und wer geht gegen den Krieg in Syrien auf die Straße? Gerade gestern habe ich im Fernsehen gesehen, dass sich eine relativ kleine Gruppe von Menschen auf den Weg nach Syrien gemacht hat, um in einem Schweigemarsch und ohne lautes Getöse für einen Frieden in Syrien zu demonstrieren.

Welche Konsequenzen ziehe ich persönlich für mich?

Was mein eigenes Leben angeht, so versuche ich, mich im Gleichgewicht zu halten zwischen der Anerkennung und dem Annehmen des Älterwerdens mit all seinen Konsequenzen und einer positiven Grundhaltung zum Leben und dem Ausnutzen und Erkunden all dessen, was ich noch kann oder erst jetzt kann. Denn ich verfüge ja inzwischen über ein gerüttet Maß an Lebenserfahrung, die ich in die Wagschale werfen und z.B. an meinen Sohn weiter geben kann. Ich kann Dinge und Menschen besser einschätzen und ich kann mich besser abgrenzen und meine Position deutlich machen. Darum habe ich lange gekämpft und lange gebraucht, bis ich an diesem Punkt angekommen bin. Nicht, das ich schon am Ende wäre mit meiner Entwicklung!

Und ich nehme mir mehr Zeit für Menschen, die vielleicht gerade ein offenes Ohr brauchen. Gestern kam ich mit einem 79jährigen Mann ins Gespräch, der mit seinem Elektrofahrzeug auf dem Bürgersteig fuhr und dem ich Platz machte, als ich mein Fahrrad vor der Tür abstellte. Er hatte wohl das Bedürfnis, sich zu unterhalten und erzählte mir aus seinem Leben. Oft erwische ich mich, dass ich meine, keine Zeit zu haben. Jetzt versuche ich, mich auf Menschen einzulassen. Davon profitiere auch ich. Er brachte mich zum Lachen, als er erzählte, dass er 10 Jahre verheiratet gewesen sei. Eines Tages kam er von Montage nach Hause und fand seine Frau….in ihrem gemeinsamen Bett mit einem Freund vor. Der Klassiker. Er „entließ“ sie sofort. In dem nur 8 Minuten lang dauernden Scheidungsverfahren, sagte er zu dem Richter, der meinte, sie müssten doch das Trennungsjahr einhalten, er könne seine Frau gerne haben, wenn er sie wolle!

Was mein Leben reicher macht, um mit einer Rubrik aus der „Zeit“ zu sprechen, sind die Begegnungen mit anderen Menschen in allen Lebenslagen, Menschen, mit denen ich fröhlich sein kann und bin, Menschen, die ich vielleicht trösten oder ein Zuhörer sein kann. Und ich meide konsequent Menschen, die mir nicht gut tun.Mein Sohn zeigt mir immer wieder, wie einfach es im Grund ist, mit anderen Menschen in Kontakt zu kommen und wie die meisten Menschen positiv reagieren, wenn man sie anspricht. Freundlichkeit, Aufmerksamkeit, Respekt öffnen so viele Türen. Wenn ich die Welt auch nicht im Großen ändern kann, so kann ich ihr vielleicht doch im Kleinen ein anderes Gesicht geben. Und ich meide konsequent Menschen, die mir nicht gut tun.

Ja, ich habe insofern meine Unschuld verloren, als ich erwachsen bin und die Verantwortung trage für alles, was ich tue und sage. Ich habe meine Unschuld verloren, weil ich weiß, wie der Hase läuft, um meine Begrenzheit weiß und gerade in dieser Begrenztheit neuen Sinn finden kann und muss.

Ich habe meine jugendliche Sorglosigkeit verloren, ja diese Sorglosigkeit, dieses auch in den Tag hinein leben, habe ich verloren, sie fehlt mir manchmal!

Aber nichtsdestotrotz: ich lebe, ich freue mich am Leben und lache, wann immer es geht, gerne auch über mich selbst!

Vielleicht hat der eine oder andere Lust, seine Meinung dazu zu äußern!

Bis dahin

Gute Nacht

Indoor Agility

Heute ein ganz neues Thema, oder nein, oder doch…Seit einer Woche bin ich nun mit dem „Unterschenkelwalker“ (s. oben) ausgestattet und kann mich aufrecht durch die Wohnung bewegen. Humpelnd immer noch, da es eines Höhenausgleichs zwischen dem rechten, beschuhten und dem linken, unbeschuhten Fußes bedürfte, was wiederum eine größere aushäusige Aktion erforderlich machen würde, nach der mir immer noch nicht der Sinn steht.

Habe ich schon berichtet – nein habe ich glaube ich nicht – dass zeitgleich mit meiner Rekonvaleszenz bei uns zu Hause eine größere Renovierungsaktion stattfindet? Hat sich irgendwie so ergeben, und auch wenn mir zwischendurch immer wieder Zweifel kommen, ob es richtig war, beide Ereignisse zusammen zu legen, so nützt jetzt ja alles Jammern und Heulen nichts. Ich, mein Sohn und ich, stecken mitten drin und müssen da durch.

Heißt: Vergangene Woche Dienstag rückte der Tischler (T) an, um sämtliche Türen erstmal herauszureißen…………………………………………………………………………………………..

Von der Lärm- und Staubbelastung will ich hier gar nicht reden. Nachdem er erfolgreich alle alten Türen ausgebaut und die neuen Rahmen eingesetzt hatte, füllte er die Zwischenräume mit Kaltschaum (ist das die richtige Bezeichnung?) auf, die die Rahmen an das Mauerwerk binden sollen. Damit das alles richtig zusammen hält und die Rahmen keine Beulen schlagen durch den sich ausdehnenden Schaum, baute  T. zwischen jede Tür (5 an der Zahl) je zwei Spreizen (nicht Zwingen, wie anfänglich geschrieben, denn es soll ja nichts zusammen gehalten, sondern gespreizt werden, so viel Zeit muss sein) ein.

2016-11-20-22-17-20

Die Szene wurde ein paar Tage später nachgestellt am Beispiel der Tür vom Wohnzimmer zum Flur.

Die Spreizen mussten bis zum nächsten Morgen an dieser Stelle bleiben, bis der Schaum ausgehärtet war.

Nun dachte ich, dass ich auch diese Hürde mit links (ist ja auch mein heiles Bein) würde nehmen können, war ich doch im Überwinden von Hindernissen inzwischen einigermaßen geschult und erfinderisch. T. warnte uns, dass das kein Kinderspiel sei. Ich grinste innerlich. Bis, ja, bis es zum Praxistest kam: Ich musste vom Wohnzimmer ins Bad und hatte somit zwei Hindernisse zu überwinden. Das 1. – oben im Bild zu sehen – ging noch relativ einfach. Ich musste mich lediglich entscheiden, mit welchem Fuß in- oder exklusive Unterschenkelwalker ich die Stange zuerst überwinden wollte (ein Überspringen kam für mich nicht in Frage, aber auch mein Sohn musste mangels ausreichendem Anlauf von dieser Alternative Abstand nehmen). Also schlängelte ich mich zwischen beiden Stangen hindurch. Das Badezimmer hingegen war nicht so leicht zu erreichen, denn die Tür ist im Vergleich zum Wohnzimmer noch eine Ecke schmaler. Mein Sohn, sehr schlank von Natur, tat sich schwer. Ich schob es darauf, dass er größer ist als ich und ihm die gymnastischen Verrenkungen von daher schwerer fielen als mir. Im ersten Anlauf versuchte ich dann die Variante „unten durch kriechen“. Erinnerte mich irgendwie an die Grundausbildung beim Bund, die ich natürlich nicht persönlich miterleben durfte. Jetzt bekam ich eine konkrete Vorstellung davon. Am Ziel angekommen, verwarf ich aber auch diese Lösung bei der Vorstellung, denselben Weg noch mehrmals in der Nacht und schlaftrunken gehen bzw. kriechen zu müssen.

Dann blieb nur noch, meine Ehre zu retten und mich elegant zwischen beiden Stangen  hindurchzuwinden…..Elegant war jetzt was anderes, aber immerhin, ich gelangte ans heiß ersehnte Ziel meines Bedürfnisses, nicht ohne Panik, auf halben Wege stecken zu bleiben und vom meinem Sohn  wieder herausgezogen werden zu müssen.

Indoor Agilitiy Training für Gehbehinderte!

Gemütszustände

 

Manchmal kann ich nicht mehr

Manchmal will ich nicht mehr

Manchmal hilft nur noch Abschalten,

Kreuzworträtsel oder Traumschiff….

 

Jeden Morgen sehe ich ihn, sieht er mich

Der Obdachlose, der „sans abri“, der ohne Schutz

Da liegt auf einer Matte am Wegesrand mit seinem ganzen Hab und Gut

Und schaut nicht weg

sieht mir geradewegs in die Augen

Es ist Sommer und es ist warm,

aber was ist, wenn es kälter wird

Was wird er tun, wohin kann er gehen?

Und ich, ich fahre vorbei oder nehme einen anderen Weg,

weil ich es nicht ertrage, dieses Elend,

weil ich zu feige bin, um ihn anzusprechen

erdenke mir hundert Ausflüchte und Rechtfertigungen

für meine Hilflosigkeit ..

 

Blick in meinen Kleiderschrank

Da hängt sowieso viel zu viel

Das macht auch nicht glücklich, nicht mal mehr für einen Moment

Schaler Nachgeschmack jedes neuen Kaufs

Aus Frust

 

Und das Schwarz

Hat keinen Platz mehr da

Muss raus

Kann ich nicht sehen

Nicht mehr tragen

Kein Schwarz

Den Tod in die Ecke gestellt, zur Strafe

Dass er sich immer wieder einmischt in mein Leben

Hat nichts zu suchen in meinem Schrank

 

Mir ist nach Rot, nach Gelb, am liebsten Blau

Das harmoniert so schön mit meinen blauen Augen

Irgendwas Schönes muss es doch geben

 

Ich weiß nicht, ob ich das alles noch schaffe

Im Leben, bei der Arbeit

Die 59 stecken schon in allen Knochen

Jedes Quartal ein Rezept für nen Physiotherapeuten

Der mich mal quält und knetet bis aufs Blut

Das in den Kopf steigt und ihn fast zum Platzen bringt

Ein anderer, der sanft die Wirbel zurechtrückt

Und mir das Gefühl gibt, dass es ihm wichtig ist,

dass es mir gut geht

ob das stimmt?

 

Da ist ein Mensch, den ich so lange kenne

Den ich nicht sehen, nicht sprechen kann

Seine Tage sind gezählt und keinen darf ich bei ihm verbringen

Irgendwie versteh‘ ich’s

Aber es tut so weh

So weit weg

Und ihm und ihr nichts sagen zu dürfen

Was auch mir das Herz beschwert

Oder was ich an Liebe zu geben hätte

 

Nachts

Wenn die Gedanken erstmal anfangen zu kreisen

Alles zu spät

Kein Halten mehr

Keine Meditation, verdammt, jetzt fällt mir das Wort nicht ein für das

Was ich da vergeblich versuche….

Um meinen Kopf zu leeren und ihm ein bisschen Pause zu verschaffen

 

Bevor mich die Nachrichten des nächsten Tages wieder

Greifen

Syrien, Türkei, Ukraine, Flüchtlinge, Attentate, Opfer, Täter…..

Wir tun alles für die Sicherheit

Garantieren können wir sie nicht

 

Wir werden damit leben müssen, es wird nicht besser

Wie auch, bei der Unruhe auf der ganzen Welt

Und der Wut und dem Hass

Von Menschen, die vor kurzem noch friedlich zusammen gelebt haben

Warum lassen wir uns scharf machen

Wem dient das? Wer hat was davon?

Du, ich?

Da spielen wir doch nur anderen in die Hände

Nein schlimmer,

sie treiben uns in den Hass

um ihrer Macht willen

um nichts anderes geht es hier

und wir sind ihre Handlanger

wenn wir den Verführern glauben

und ihnen nachlaufen

 

Du und ich

Wir sind doch beide Menschen

Stammen beide vom Affen ab, ob uns das gefällt oder nicht

Sind durch Zufall hier oder dort geboren

Haben Pech oder Glück gehabt

Und jetzt wollen sich die, die Pech gehabt haben,

sich das Glück von den anderen zurückholen

die auch nichts dafür können

wo sie geboren sind

 

Und außerdem

Lass uns doch mal prüfen, wessen anderer Rasse Blut auch in dir, in mir fließt

 

Wer ist hier mehr wert als der andere?

Wer hat das Recht, über wen zu bestimmen?

 

Ich brauche jetzt gerade mal Licht

Sonne, Wärme

Innen und außen

 

Kleine Gesten,

die ich nicht vergessen werde

die mir mein Menschsein und dein Menschsein

vor Augen führen

und mich mit dir verbinden

 

Meine Nachbarin, gerade 94 geworden, die nach einem der kurzen Gespräche, die wir

Ab und an im Flur miteinander führen, zu mir sagt:

„Es hat mich gefreut, dass wir miteinander gesprochen haben“

 

Du ,Wegbegleiterin meines Mannes in seinen letzten schwerkranken Jahren,

mit der ich an seinem Sterbebett gesessen und diesen schweren Moment teilen durfte

 

Du, meine Studienkollegin, die zu mir kam, als mein Vater gestorben war.

 

Und du, meine liebe Freundin, als ich dich eines Tages anrief, hast gar nicht erst abgewartet, bis ich ausgesprochen hatte, dass etwas Schlimmes passiert war, und dich gleich auf den Weg zu mir gemacht.

 

Es ist Zeit, sich an diese Momente mit euch und mit vielen anderen Menschen zu erinnern, um mich daran festzuhalten….

 

Das ist Leben

Darauf kommt es an….

 

Es ist so einfach

Es ist so einfach

Warum ist es so schwer zu erkennen

Was zählt?

 

Ich kann dich einfach nicht riechen…..

Inspiriert wie so oft durch einen Artikel in der …..klar… Zeit, bin ich dieses Mal meinen eigenen Gedanken – ja, die mache ich mir natürlich auch – zu dem Riechorgan im Allgemeinen und dem mir zugehörigen im Speziellen nachgegangen.

Zunächst zu dem Autor des Artikels, der beschreibt, dass er eines Tages auf einer Reise unvermittelt seinen Geruchssinn verloren und seitdem nicht mehr wieder erlangt hat. Er meint, dass man als Nichtbetroffener dem Riechorgan vielleicht weniger Bedeutung als den anderen Sinnen beimisst, vor allem dem Hören und Sehen, aber der Verlust des Geruchssinns ist nicht minder einschneidend und einschränkend in der Wahrnehmungsfähigkeit der Umwelt.

Beim Lesen des Artikels erinnerte ich mich an eigene Erfahrungen mit meinem Riecher. Wenn ich einem Menschen begegne, dann entsteht, dass ist wissenschaftlich belegt, innerhalb von wenigen Sekunden in meinem Kopf eine Einschätzung – topp oder hopp, also zumindest ist schon eine Intuition vorhanden. Woran macht sie sich fest?

Was nehme ich zuerst wahr? So genau kann ich das gar nicht sagen. Ich glaube, ich schaue zuerst auf die Augen und den Gesichtsausdruck, dann glaube ich schon auf die äußere Erscheinung, auf die Haltung. Jemand, der aufrecht geht, die Nase horizontal – da haben wir es schon – also nicht darüber aber auch nicht darunter in die Gegend reckt, ringt mir schon ein wenig Respekt ab. Dann kommt auch schon eine gepflegte Erscheinung, darf gerne sportlich sein, aber eben, was soll ich sagen, ohne mich „spießíg“ anzuhören, sauber und ordentlich – hach, hört sich doch spießig an. Also ich meine saubere Kleidung, gepflegte Haare, egal ob kurz oder lang (das haben meine Eltern damals auch immer gesagt, wenn es um mögliche Freunde ging!), und was für mich auch schon ein kleines Aushängeschild ist, saubere Fingernägel.

Mein Sohn sagte mir mal, die Frauen würden beim Mann auf Gürtel und Schuhe schauen. War mir nicht bewusst, bis ich einmal in einem VHS-Kurs einen Teilnehmer hatte, der immer sehr sagen wir akurat, nein sogar elegant, aber nicht aufdringlich gekleidet war. Und er trug immer tadellos geputzte Schuhe. Er war darüber hinaus aber auch außerordentlich sympathisch! Das hat mich dazu veranlasst, jetzt auch verstärkt auf geputzte Schuhe bei mir selbst zu achten. Also bei den Schuhen kann ich meinem Sohn aus eigener Erfahrung beipflichten.

Nun sind dies alles äußerliche Merkmale, die ich bewusst wahrnehme. Dahinter gibt es aber offensichtlich auch ein noch stärkeres und viel schneller reagierendes unterbewusstes Erfassen.

Die  Wahrnehmung des Geruchs fällt wahrscheinlich in den Bereich der konkreten Betrachtung, ist aber auch ein wichtiges Kriterium dafür, ob ich jemanden überhaupt in meine Nähe kommen lasse.

Aber welcher Geruch mir sympathisch ist, kommt woher? Was zieht mich an, was stößt mich ab? Manche Menschen mag es nicht stören, wenn jemand stark schwitzt. Ich bin da bei mir selbst und anderen schon recht empfindlich, obwohl es ja ein ganz natürlicher physiologischer Vorgang ist. Also, dass ich jemanden nicht riechen kann, fängt schon ganz konkret auf der Ebene der Körperausdünstungen an und überträgt sich dann u.U. auf die gesamte Person fort (Vorsicht wieder bei vorschnellen Beurteilungen).

Extrem sensibel habe ich reagiert, als ich die ersten Male in ein Altersheim kam und mich fragte, woher dieser über allem schwebende beißende Geruch kam, den ich so nicht kannte. Ja woher? Die alten Menschen können ihren Urin nicht mehr so halten wie wir – noch jüngeren – oder gar nicht mehr. Und diesen Geruch kriegst du nur ganz schlecht weg. Ja, auch darüber muss man sprechen, wenn es ums Älter werden geht, das zwar heute nicht im Mittelpunkt meines Artikels steht, aber in punkto Geruch auch benannt werden muss. In  diesem Fall können die alten Menschen ja nichts dafür und, auch wenn es Überwindung kostet, das fällt definitiv nicht unter die Ausschlusskriterien.

Nicht nur der unmittelbare Geruch eines Menschen beeinflusst meine Haltung zu ihm oder ihr schon mal ganz erheblich, sondern auch der Geruch seiner Wohnung. Nun, ich weiß nicht, wie meine Wohnung riecht. Komischerweise können wir den Geruch der eigenen vier Wände nicht ausmachen, Wenn ich versuche, mich an den Geruch der Wohnung meiner Mutter zu erinnern, gelingt mir das auch nicht. Also gilt das vielleicht auch für den „Familiengeruch“.

Also, ich habe zumindest die Erfahrung gemacht, dass aus meiner Sicht unangenehme Gerüche an einer Person sich auch in deren Wohnung wieder finden.

Ich weiß, ich bin da sehr empfindlich, d.h. ich könnte auch nicht als Landwirt arbeiten. Ich habe Hochachtung vor allen Menschen, die in der Landwirtschaft oder sonstigen Branchen arbeiten, die von unangenehmen Gerüchen begleitet werden.

Wohin hat mich dieses Thema nun schon wieder getrieben?

Ursprünglich wollte ich davon erzählen, dass mein Leben sich ja mit fortschreitendem Alter immer mehr aus Erinnerungen zusammensetzt und diese Erinnerungen natürlich auch oft mit bestimmten angenehmen oder unangenehmen Gerüchen verbunden sind.

Erinnerungen an Arztpraxen und vor allem Krankenhäuser, deren Geruch ich inzwischen nur noch schwer ertrage. Erinnerungen an Zahnarztpraxen mit ihrem aseptischen Geruch, auch nicht unbedingt angenehm, ganz zu schweigen von den schon genannten Altersheimen (wenn ich mich mal entscheiden müsste für ein Altersheim, dann würde ich zuallererst nach einem suchen, in dem die oben beschriebenen Gerüche gut im Zaum gehalten werden!!!

Angenehme (Geruchs-)Erinnerungen habe ich natürlich immer wieder an das Meer. Das ist ja im Normalfall „reine“ Luft – so möchte ich es einfach glauben. Was für ein Unterschied, wenn ich mich aus meiner „Großstadt“ dem Meer nähere. Da habe ich schon mal richtige Geruchsglücksmomente.

Solche Geruchserlebnisse und die Verbindung von Gerüchen mit bestimmten Ereignissen, Orten oder Menschen kennt sicher jeder selbst. Die Empfindung von etwas als gut riechend ist subjektiv und so will ich auch meine Ausführungen verstanden wissen. Etwas, das ich als gut riechend empfinde, muss für einen anderen Menschen nicht das gleiche bedeuten.

Ich schätze dezent angenehm riechende Personen mit entsprechender Körperhygiene, vielleicht mit etwas Parfüm oder was Männer so benutzen. Meine Vermutung dahinter ist, dass wir vielleicht schon rein intuitiv erfassen, welcher Mensch und welcher Geruch zu uns passt. Wäre doch irgendwie genial, oder? Es gibt bestimmt auch so etwas wie eine Geruchsaffinität zwischen Menschen. Dazu würde passen, dass sich, wie ich kürzlich gelesen habe, Männer und Frauen anziehen, die sich in ihrer genetischen Grundstruktur ähnlich sind. Also ganz tief in der Evolution angelegte Mechanismen für das Überleben der Spezies. Vielleicht gilt das eben auch schon für den Geruch.

Ja, ich glaube, das ist die Quintessenz dieses Artikels, die sich unvermittelt eingestellt hat.

Und damit viele schöne Geruchs- und sonstige Erlebnisse!

 

 

TriloChi – Hä?

 

O.K. wie man oder frau einen griffigen und unwiderstehlichen Titel für einen Beitrag formuliert, habe ich noch nicht so richtig raus….aber egal. Heute geht es mal wieder um Fitness für nicht mehr blonde, sondern inzwischen silberblonde Frauen. Über die Phase, in der ich mich über Blondinen-Witze geärgert habe, ist lange vorbei, d.h. ich habe gar keinen Grund dazu gehabt, da ich ja nie naturblond war.

Was die Zielgruppe von TriloChi angeht, so hat sich gestern erstmals auch ein junger Mann in unsere Gruppe verirrt. Finde ich immer wieder stark, wenn sich männliche Artgenossen in angeblich weibliche sportliche und sonstige Domänen mischen. Und es ist auch nicht wahr, dass dieser neue Sport nur was für ältere Semester ist.

Ihr seid schon neugierig geworden, was das ist? So soll es sein!

Es handelt sich tatsächlich um einen relativ neuen Sport oder vielleicht besser gesagt „Energiearbeit“ mit starken Bezügen zur chinesischen Lehre der Meridiane, eine Mischung aus ChiSlowMotion, PowerChi und ChiYoga mit Yoga- und Pilateselementen für Rücken und Beckenboden. Yoga habe ich schon einige Male probiert, aber das isses einfach nicht für mich, mit meinen muskulären Verspannungen eher eine Tortur. Pilates betreibe ich nun auch schon eine ganze Weile, eine Form der Gymnastik, die mir sehr entgegenkommt, weil sie die Gelenke nicht belastet und trotz langsamer Bewegungen doch sehr effektiv und daher auch geeignet für ältere Semester ist. Es kommt mir immer noch komisch vor, wenn ich von mir selbst als älterem Semester spreche. Irgendwie kriege ich das noch nicht zusammen, ich und älter oder gar alt? Aber tatsächlich, laut Geburtsdatum bin ich zumindest schon älter und laut Mitteilungen meiner Gelenke und meines Denkapparates auch. Was soll’s. Ich will jetzt auch nicht den dummen Spruch bringen, man ist so alt wie man sich fühlt. Wenn‘s danach geht, bin ich an manchen Tagen schon uralt.

Nun denn, ich komme gerade wieder ins Plaudern. Eigentlich wollte ich gar keinen Beitrag schreiben, denn ich würde gerne kurz mit meinem Sohn skypen, der sich zur Zeit mal wieder am anderen Ende der Welt aufhält, aber obwohl er online ist, ist er es auch wieder nicht, so dass ich in Wartestellung bin und da habe mir gedacht, könnte ich dann doch gleich meinen Wochenbeitrag schreiben.

So, jetzt aber: Wie oben gesagt, handelt es sich um Bewegungen, die zunächst das Chi – in der chinesischen Medizin die Lebensenergie – erwecken, dann in Schwung bringen und schließlich wieder zur Ruhe kommen lassen. Wir machen immer 60 min Training, davon die letzten 10 min Entspannung. Die Übungen beginnen im Stehen, wechseln dann in schwingende Bewegungen und kehren am Schluss wieder in einen ruhigen Fluss, gegebenenfalls auch in Übungen am Boden aus Pilates oder Yoga, zurück. Das ganze unterlegt mit passender Musik selbstverständlich. Man bzw. frau muss es einfach mal ausprobieren. Es gibt Teilnehmerinnen, die mir gesagt haben, dass sie mit dem „esoterischen Kram“ nichts anfangen können. Ja, o.k. muss wieder mal jede für sich selbst herausfinden. Wir haben – wie ich finde – eine sehr engagierte und kompetente Sportlehrerin, die uns auch jeweils kurze Hinweise auf die Wirkungsweise der Übungen gibt und mit Bildern arbeitet, so sollen wir uns z.B. vorstellen, dass wir mit den Armen weite Kreise wie zu einem Vollmond ausführen. Ich persönlich kann damit sehr gut leben.

Für mich macht sich die Freude am Sport oder auch sonstigen Aktivitäten auch und in nicht unerheblichem Maße an der Lehrkraft fest, inwieweit sie sich auf die Teilnehmer einstellt und ihr Fach beherrscht. Keine Lust mehr, irgendetwas in meiner Freizeit zu tun, was mir keinen Spaß macht.

Hier habe ich etwas gefunden, was mir Spaß macht und mich im wahrsten Sinne des Wortes in Schwingung versetzt. Was will man/frau mehr?

Hola, gerade meldet sich mein Sohn und ich melde mich für heute ab.

Noch Fragen? Na dann, viel Spaß beim Ausprobieren!

 

 

 

Morgens, mittags, abends

Morgens, mittags, abends

Aufsteh‘n, Schule, Freizeit, schlafen

Morgens, mittags, abends

Aufsteh‘n, Studium, Freizeit, schlafen

Morgens, mittags, abends

Aufsteh‘n, Arbeit, Kinder, Mann und schlafen

Morgens, mittags, abends

Trennung, Tränen, Einsamkeit

Morgens, mittags, abends

Zaudern, Zagen, Neubeginn

Morgens, mittags, abends

Abschied, Sterben, Trauer

Morgens, mittags, abends

Fragen, Fragen, Fragen

An das Leben, was es war und was es ist

An mich selbst,

was soll werden

was du noch nicht gewesen bist

Morgens, mittags, abends

War es, was es war

Nichts ist zu ändern, nichts kommt zurück

Plötzlich war es nur noch, wird nicht mehr

Zeit ist knapp,

um Sinn zu finden in der Endlichkeit

hätte, wäre , könnte, sollte

Konjunktive haben keine Zukunft

hier, und jetzt, am Besten gleich

tun, was noch getan werden kann

sagen, was schon längst gedacht

bevor sie kommt, die Nacht

 

 

Wer hat Angst vor dem schwarzen Mann

oder vor dem #älter werden, oder vor der eigenen Courage.

Das trifft es wohl besser, was sich im Verlauf des Schreibens herauskristallisiert hat. Man/frau weiß eben auch nicht immer, wo das alles endet.

Ja also nochmal das Thema älter werden im Netz, d.h. nicht nur im Netz, sondern auch im Allgemeinen selbstverständlich. Dabei ist mir aufgegangen, welch eine Erkenntnis, dass ich selbst schon Probleme mit dem Begriff „älter werden“ habe. Irgendwie klingt das nach  – wie soll ich es vorsichtig formulieren -nach alt eben und das ist alles andere als „sexy“, alt hört sich an nach abgeschrieben, außen vor. Dabei ist es nur eine neue Lebensphase, die nur anders aussieht als die vorherigen, aber nicht weniger Respekt und Wertschätzung verdient! Und außerdem bin ich ja noch nicht alt, sondern älter. Aber auch dieses Attribut löst bei mir selbst und meinen Geschlechtsgenossinnen – so nehme ich an – ein schlechtes Gefühl aus. Irgendjemand hat mal gesagt, dass man als Frau über 40 plötzlich unsichtbar wird für unsere männlichen Gegenüber. Ganz schön beängstigend, aber durchaus der Wahrheit nahe.

Warum? Weil sie vielleicht selbst höllisch Angst vor dem alt werden und alt sein haben und sich ihre Jugendlichkeit dadurch zu beweisen versuchen, dass sie sich wesentlich jüngere Partnerinnen suchen?

Mag sein, kann mich auch nicht in die männliche Psyche hineinversetzen. Das haben schon andere vor mir vergeblich versucht.

Aber warum spielen wir dieses Spiel mit? Klar, auch wir möchten weiterhin attraktiv sein und begehrt werden. Und wer sagt denn, dass wir es nicht sind, und wer sagt, dass die Männer in unserem Alter attraktiver sind als wir? Wir müssen alle Federn lassen und wer behauptet, das Alter gehe an ihm vorbei, lügt ganz gewaltig.

Eigentlich ist es eine Frage der eigenen #Wertschätzung und des eigenen #Selbstbewusstseins, wie wir ältere Frauen mit diesem neuen Zustand umgehen und ihn für uns nutzen statt uns zu grämen.

Vielfach sind die Kinder jetzt aus dem Haus und neue Freiheiten eröffnen sich. Die Freiheiten sehen sicherlich anders aus als vor 30 Jahren, sind aber m.E. nicht minder interessant.

Und wir können den Männern doch am besten Paroli bieten, indem wir ihnen beweisen, was wir alles noch „drauf“ haben. Will damit nicht sagen, dass wir – wie oben gesagt- so tun sollten, als wären wir noch wie früher, aber wir haben sicherlich andere Qualitäten und unsere #Lebenserfahrung ist ein ganz schweres Pfund, denn sie ermöglicht es uns, Situationen und Menschen viel besser einzuschätzen und zu durchschauen (meistens jedenfalls). Wir können viele Dinge noch einmal neu entdecken und ausprobieren, zu denen wir früher vielleicht keine Zeit hatten.

Mein Sohn -ich muss ihn an dieser Stelle ausdrücklich loben -ist da ein ganz besonderes männliches Exemplar. Er ermutigt mich immer, etwas Neues zu probieren und Ängste zu überwinden, denn letztlich sind es oft – unbegründete – Ängste, die uns abhalten, etwas zu tun. Auch Ängste vielleicht, uns lächerlich zu machen oder zu versagen. Weg damit!

Nun, sein Vorschlag, einmal einen Tandemsprung aus einem Flugzeug mit ihm zu wagen, ist mir dann – im Moment jedenfalls – noch zu waghalsig. Aber warum nicht auch das tun? Jeden Tag seine Ängste beobachten und bewusst gegen sie angehen. Sage ich einfach so daher, ich weiß.

Je weniger #Ängste, desto größer das Selbstbewusstsein, desto größer die Ausstrahlung.

Es gibt im Internet so eine Bewegung, außergewöhnliche Dinge in der Öffentlichkeit zu tun, um eben diese Ängste auch ein Stück weit zu besiegen. Zu Weihnachten waren in unserer Innenstadt ein paar junge Leute unterwegs, verkleidet als Weihnachtsmänner und -frauen. Sie trugen ein Schild um dem Hals mit der Aufschrift: Free Hug – gratis Umarmung! Man/frau konnte sich dort also kostenlos eine Umarmung holen. Das war so eine Aktion, die ich ganz toll fand. Also, was könntest du mal machen?

Ich hab schon was im Auge: Mal den „Silly Walk“ ausprobieren. Ich werde berichten!

Es grüßt euch

Claudia

Und: Lese gerne eure Kommentare!

#älterwerden