Wer hat Angst vor dem schwarzen Mann

oder vor dem #älter werden, oder vor der eigenen Courage.

Das trifft es wohl besser, was sich im Verlauf des Schreibens herauskristallisiert hat. Man/frau weiß eben auch nicht immer, wo das alles endet.

Ja also nochmal das Thema älter werden im Netz, d.h. nicht nur im Netz, sondern auch im Allgemeinen selbstverständlich. Dabei ist mir aufgegangen, welch eine Erkenntnis, dass ich selbst schon Probleme mit dem Begriff „älter werden“ habe. Irgendwie klingt das nach  – wie soll ich es vorsichtig formulieren -nach alt eben und das ist alles andere als „sexy“, alt hört sich an nach abgeschrieben, außen vor. Dabei ist es nur eine neue Lebensphase, die nur anders aussieht als die vorherigen, aber nicht weniger Respekt und Wertschätzung verdient! Und außerdem bin ich ja noch nicht alt, sondern älter. Aber auch dieses Attribut löst bei mir selbst und meinen Geschlechtsgenossinnen – so nehme ich an – ein schlechtes Gefühl aus. Irgendjemand hat mal gesagt, dass man als Frau über 40 plötzlich unsichtbar wird für unsere männlichen Gegenüber. Ganz schön beängstigend, aber durchaus der Wahrheit nahe.

Warum? Weil sie vielleicht selbst höllisch Angst vor dem alt werden und alt sein haben und sich ihre Jugendlichkeit dadurch zu beweisen versuchen, dass sie sich wesentlich jüngere Partnerinnen suchen?

Mag sein, kann mich auch nicht in die männliche Psyche hineinversetzen. Das haben schon andere vor mir vergeblich versucht.

Aber warum spielen wir dieses Spiel mit? Klar, auch wir möchten weiterhin attraktiv sein und begehrt werden. Und wer sagt denn, dass wir es nicht sind, und wer sagt, dass die Männer in unserem Alter attraktiver sind als wir? Wir müssen alle Federn lassen und wer behauptet, das Alter gehe an ihm vorbei, lügt ganz gewaltig.

Eigentlich ist es eine Frage der eigenen #Wertschätzung und des eigenen #Selbstbewusstseins, wie wir ältere Frauen mit diesem neuen Zustand umgehen und ihn für uns nutzen statt uns zu grämen.

Vielfach sind die Kinder jetzt aus dem Haus und neue Freiheiten eröffnen sich. Die Freiheiten sehen sicherlich anders aus als vor 30 Jahren, sind aber m.E. nicht minder interessant.

Und wir können den Männern doch am besten Paroli bieten, indem wir ihnen beweisen, was wir alles noch „drauf“ haben. Will damit nicht sagen, dass wir – wie oben gesagt- so tun sollten, als wären wir noch wie früher, aber wir haben sicherlich andere Qualitäten und unsere #Lebenserfahrung ist ein ganz schweres Pfund, denn sie ermöglicht es uns, Situationen und Menschen viel besser einzuschätzen und zu durchschauen (meistens jedenfalls). Wir können viele Dinge noch einmal neu entdecken und ausprobieren, zu denen wir früher vielleicht keine Zeit hatten.

Mein Sohn -ich muss ihn an dieser Stelle ausdrücklich loben -ist da ein ganz besonderes männliches Exemplar. Er ermutigt mich immer, etwas Neues zu probieren und Ängste zu überwinden, denn letztlich sind es oft – unbegründete – Ängste, die uns abhalten, etwas zu tun. Auch Ängste vielleicht, uns lächerlich zu machen oder zu versagen. Weg damit!

Nun, sein Vorschlag, einmal einen Tandemsprung aus einem Flugzeug mit ihm zu wagen, ist mir dann – im Moment jedenfalls – noch zu waghalsig. Aber warum nicht auch das tun? Jeden Tag seine Ängste beobachten und bewusst gegen sie angehen. Sage ich einfach so daher, ich weiß.

Je weniger #Ängste, desto größer das Selbstbewusstsein, desto größer die Ausstrahlung.

Es gibt im Internet so eine Bewegung, außergewöhnliche Dinge in der Öffentlichkeit zu tun, um eben diese Ängste auch ein Stück weit zu besiegen. Zu Weihnachten waren in unserer Innenstadt ein paar junge Leute unterwegs, verkleidet als Weihnachtsmänner und -frauen. Sie trugen ein Schild um dem Hals mit der Aufschrift: Free Hug – gratis Umarmung! Man/frau konnte sich dort also kostenlos eine Umarmung holen. Das war so eine Aktion, die ich ganz toll fand. Also, was könntest du mal machen?

Ich hab schon was im Auge: Mal den „Silly Walk“ ausprobieren. Ich werde berichten!

Es grüßt euch

Claudia

Und: Lese gerne eure Kommentare!

#älterwerden

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