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Über claudia rachut

Mein Name ist Claudia Rachut. Es ist Zeit, meine Vorstellungsseite zu aktualisieren, denn seit der Entstehung dieses Blogs sind sage und schreibe 9 Jahre ins Land gegangen. 9 Jahre, in denen viel passiert ist, mittendrin mein Ausscheiden aus dem Berufsleben. In den Anfängen habe ich meine Gedanken und Geschichten eifrig mit euch geteilt. Dann ließ die Energie nach...und jetzt, mal schauen.. Ich denke, ich bin seitdem keine andere geworden. Also werde ich euch etwas erzählen, was ich erlebt habe, was mich bewegt. Ich werde mich nicht in politische Diskussionen einklinken. Das überlasse ich anderen oder behalte meinem Privatleben bzw. meiner analogen Öffentlichkeit vor. Ich freue mich, dich auf meinen Seiten begrüßen zu können. Vielleicht gefällt dir das eine oder andere, vielleicht denkst du beim Lesen... ahja, das kommt mir bekannt vor...oder du klinkst dich schnell wieder aus...wie heißt es so schön, alles kann, nichts muss? Eure Claudia

Was ist der Sinn des Lebens?

Wohl eine der allergrößten Fragen der menschlichen Existenz überhaupt, nicht wahr?

Auch ich habe darauf keine endgültige, geschweige denn allgemeingültige Antwort, nur einige Gedanken, wie ich mich perönlich diesem Thema nähere.

Grundsätzlich gilt sicherlich, dass jeder/jede den ihm/ihr eigenen Sinn finden muss, so er/sie den Wunsch danach verspürt. Und im fortgeschrittenen Alter stellt sich diese Frage vielleicht noch einmal viel intensiver, da die zur Verfügung stehende Zeit, um den Sinn noch zu finden – falls es einem bis hierhin noch nicht gelungen ist -kürzer wird. Gleichzeitig im Rückblick zu betrachten, was meinen Leben bis jetzt Sinn gegeben hat.

Und bei diesen Überlegungen stelle ich fest, jetzt, da ich schon ein Gutteil meines Lebens gelebt habe, dass das Leben im Hinblick auf diese Frage lange Zeit mehr oder weniger unbewusst gelebt wird, allein aus der Tatsache heraus, dass wir jeweils mit den verschiedenen Aufgaben des Lebens so beschäftigt sind, dass diese grundsätzliche Sinnfrage oft hintenüber fällt. Zuerst sind wir damit beschäftigt, unseren Weg ins Leben hinein zu finden, zur Schule zu gehen, unsere Ausbildung zu machen, vielleicht zu studieren, um eine Grundlage für unsere Existenz zu schaffen. Danach streben die meisten von uns doch nach Beziehung, Familie, Kinder und gleichzeitig vielleicht nach beruflicher Karriere. Wenn die Kinder dann erwachsen sind, werden viele von uns damit konfrontiert, dass unsere Eltern wieder mehr Zuwendung oder gar Pflege benötigen.

Wo ist da Raum für die Sinnfrage? Und was gibt unserem Leben Sinn?

Wie gesagt, jeder entscheide für sich selbst. Im Grunde sind es all diese Dinge, die ich aufgezählt habe, die Sinn geben, wahrscheinlich nicht mehr und nicht weniger. Jedem dieser Aspekte seine ganze Aufmerksamkeit und Liebe zu schenken.

Für mich persönlich waren die sinnerfülltesten Phasen meines Lebens, in denen ich anderen Menschen (hoffentlich) etwas geben konnte: meinem Sohn, der lange Jahre krank war, meinem Ex-Mann, den ich in seiner letzten Lebensphase betreut habe, und meiner Mutter in ihren letzten und vor allem im letzten Lebensjahr, als meine Schwester und ich es ihr nicht ersparen konnten, ihr so geliebtes Haus zu verlassen….Es waren also eher die schweren Zeiten in meinem Leben, die ich als „sinnvoll“ empfunden habe und die mir die größten Erfahrungen und Einsichten haben zuteil werden lassen. Ich kann und will nicht verschweigen, dass ich mir diese Ereignisse nicht ausgesucht habe, dass sie mich viel Kraft gekostet haben und ich mir oft die Frage gestellt habe, ob ich der Verantwortung gewachsen bin. Aber was wäre gewesen, wenn ich mich diesen Herausforderungen des Lebens nicht gestellt hätte? Das will ich mir gar nicht ausmalen. Damit hätte ich nicht leben können. Punkt.

Bekanntermaßen sind es die Krisen in unserem Leben, die uns wachsen lassen.

Andererseits gibt es meinen eigenen Leben einen Sinn, wenn ich mich in irgendeiner Weise kreativ ausdrücken kann. Beim Singen, Malen und – jajaja – beim Schreiben. Ich vermute, jeder von uns hat Seiten in sich, die nach Verwirklichung und Ausdruck verlangen! Und wenn sie nicht gelebt werden, kann das auf Dauer bestimmt verheerende Folgen für die physische und pschychische Gesundheit haben. Damit das nicht passiert, schreibe ich mir hier ja die Finger wund – hahaha.

Bei allen Überlegungen über den Sinn meines eigenen Lebens komme ich nicht umhin festzustellen, dass ich privilegiert bin, mir überhaupt diese Fragen stellen zu können, da meine Existenz nicht gefährdet ist und ich genügend Zeit und Muße für diese „Beschäftigung“ habe. Unsere Elterngeneration hatte oder die vielen Menschen, die tagtäglich um ihre Existenz oder gar ihr Leben kämpfen müssen, haben gar nicht die Chance, über die Fragen nachzudenken!

Was für ein Trauerspiel, nein, was für ein Skandal, dass die Menschheit sich teilt in die Wohlhabenden (ich bin zwar wirklich nicht wohlhabend, empfinde mich aber durchaus als „reich“ in meiner Lebenssituation) und den – ich sage es mal so provokant „Geknechteten“ dieser Welt.

Und mit welchem Recht eigentlich? Wem gehört die Welt? Wem gehört die Erde, das Wasser, die Luft? Wer hat das Recht, all dies in Besitz zu nehmen und andere davon auszuschließen….?

Und? Was meint der Leser/die Leserin dieser Zeilen?

 

 

Lesetipp – Der Club der Buchstabenmörder

Vor kurzem habe ich dieses Buch erwähnt. Macht aber wenig Sinn, wenn ihr nicht ein wenig darüber erfahrt, was drin steht!

o.k. also weiter unten die Kurzbeschreibung des Dörlemann Verlags:

Sigismund Krzyżanowski
Der Club der Buchstabenmörder (1925/26)

Wortspieler und Stilkünstler: Ein großer Unbekannter der russischen Moderne

Der Club der Buchstabenmörder ist eine Geheimgesellschaft im Moskau der 1920er Jahre. Jeden Samstag treffen sich die Mitglieder in einem Raum voller leerer Bücherregale. Sie erzählen einander Geschichten, eine phantastischer als die andere, aber nichts darf auf Papier gebannt werden – Buchstaben sind Ideengefängnisse und müssen zerstört, Manuskripte verbrannt werden. Darüber sind sich alle einig, doch das gegenseitige Misstrauen wächst, die Atmosphäre der Treffen wird zunehmend unheimlicher.

……

Mich hat, wie schon an anderer Stelle berichtet, der ungewöhnliche Titel sogleich angezogen als Liebhaberin außergewöhnlicher Sprache.

Die Geschichte beginnt damit, dass ein erfolgloser Autor eines Tages alle seine Bücher verkauft, weil er das Geld für die Beerdigung seiner Mutter braucht. Vor seinen leeren Regalen stehend, bemerkt er plötzlich „ein kaum wahrnehmbares Leben – in zaghaften Ansätzen“ das dort „in der Bücherlosigkeit zu erwachen“ schien:

„Natürlich war das alles ein Spiel meiner überspannten Nervensaiten – und als der Morgen ihre Stimmwirbel lockerte, betrachtete ich gelassen die vom Sonnenlicht übergossenen leeren, durchhängenden Tablare (Regale), setzte mich an den Tisch und nahm meine übliche Arbeit wieder auf: Ich musste etwas nachschlagen: Meine linke Hand griff mit einer automatischen Bewegung nach den Buchrücken: An ihrer statt war Luft: nichts als Luft. Verdrossen starrte ich auf die mit Schwärmen von Sonnenstäubchen erfüllte Bücherlosigkeit und versuchte, mein Gedächtnis anzustrengen und die Seite und die Zeile zu sehen, die ich brauchte. Doch die imaginären Buchstaben schlingerten in dem imaginären Buchdeckel hin und her, und anstelle der gesuchten Zeile fand ich einen bunten Haufen Wörter, die Zeile zersprang und zerfiel in Dutzende Varianten. Ich suchte mir eine davon aus und fügte sie vorsichtig in meinen Text ein“.(S. 11)

Die Erzählungen sind phantastisch, imaginär aber teilweise auch hochpolitisch und philosophisch (wie ich finde), so die Geschichte der „Exen“, einer durch externe Infizierung hervorgerufenen Trennung von Gehirn und Körper und so der Übernahme der Kontrolle über den Menschen über die Steuerung des Bewegungsapparates und Ausschalten der Möglichkeit des Widerstandes. Wohl nicht umsonst konnte der Roman zu Lebzeiten des Autors nicht veröffentlich werden.

Eigentlich interessiere ich mich ja eher für zeitgenössische, aktuelle Literatur, aber dieser Roman hat mich in seinen Bann gezogen durch die Gedanken- und Sprachspiele…

Und? Lust bekommen?

 

 

 

 

 

Kracher der Woche

 

2016-01-12 20.35.42       So, das bin ich….auch mal ins Bild gesetzt!

 

Nichts ist so langweilig wie der Schnee von gestern…klar, aber dazu will ich jetzt auch noch meinen Senf geben:

Unser Innenminister de Maizière vor dem Mikro in Afghanistan:

Was sagt er da? Habe ich das wirklich richtig verstanden?

Es gibt in Afghanistan auch noch sichere Ort (an die man dann die Rückkehrer karren will), Afghanistan ist sozusagen ein sicheres Herkunftsland…Und bei uns gibt es kein Begrüßungsgeld, keine Wohnung, kaum Aussicht auf Arbeit und Anerkennung als Asylberechtigter…Hallo, ja, die kommen alle auch nur wegen des Begrüßungsgeldes und und und …

Also, ein Ausdruck absoluter Hilflosig- oder Dreistigkeit angesichts der Sicherheitslage in Afghanistan. Wurde doch berichtet, dass sich gerade während des Aufenthaltes von de Maizière in Kabul wieder ein Selbstmordattentäter in die Luft gesprengt und viele Zivilisten mit in den Tod gerissen hat.

Ich gebe zu: die ganze Debatte über den Flüchtlingsstrom zeugt von großer Hilflosigkeit und Ohnmacht, denn wie man es auch dreht und wendet, es zeichnet sich keine wirkliche Lösung ab, die dem Elend der Flüchtlinge einerseits und der steigenden Überforderung der HelferInnen und der Politik und auch den zunehmenden Ängsten der Menschen Rechnung tragen würde. Damit meine ich natürlich und auf keinen Fall diejenigen, die auf dem Problem ihr nationales Süppchen  kochen und gar mit dem Einsatz von Waffen dr0hen.

Und dann setzt Frau Nahles noch einen drauf, in dem sie all den nicht integrationswilligen den Entzug der Leistungen androht. Also, die sind gerade hier angekommen, sind hochgradig traumatisiert und haben alles verloren und da kommt Frau Nahles damit.

Klar, aber das gilt ebenso für deutsche Mitbürger, die sich nicht in den Arbeitsmarkt integrieren lassen wollen, dass ihnen die Unterstützung gekürzt wird. Aber bei den Flüchtlingen muss man/Frau Nahles ja wohl erstmal in Vorleistung gehen und die nötige Infrastruktur schaffen, dass alle Flüchtlinge die nötige Unterstützung z.B. durch Sprachkurse und Eingliederungsmaßnahmen kriegen. Davon sind wir doch noch weit entfernt, wenn ich das richtig sehe.

Auch hier Hilflosigkeit: Die SPD scheint den Entwicklungen nur noch hinter her zu laufen. CDU und CSU klüngeln ihre Kompromisse aus, die dann auch wieder nicht halten und die SPD sucht verzweifelt nach ihrem Standpunkt. Und was genau ist ihr Standpunkt?

Also gut, ja, ich habe auch keine Lösung. Die Deals, die wir da mit der Türkei machen, liegen mir angesichts der Lage in der Türkei auch schwer im Magen. Die Griechen sind finanziell sowieso am Ende und nun schlägt die EU auch noch auf sie ein, weil sie ihren Verpflichtungen nicht nachkommen!

Wohin geht die Reise? Ich weiß es auch nicht. Was ich aber weiß ist, dass wir immer zuerst die Menschen im Blick behalten müssen, die wirklich alles hinter sich lassen mussten. Können wir uns überhaupt vorstellen, was das bedeutet? Würden wir an deren Stelle nicht auch die Flucht ergreifen?

Andererseits, und da wäre ich dann auch mal „radikal“. Die Leute, die den Flüchtlingsstrom dazu nutzen, um sich darunter zu mischen, um dann ihren kriminellen Aktivitäten nachzugehen, haben bei uns nichts zu suchen. Aber auch das Problem ist ja nicht einfach so durch Abschiebung zu lösen, das wissen wir ja nun auch, denn die Herkunftsländer wollen sie auch nicht wieder haben!

Schwierig, sich in dieser Situation klar zu positionieren: Im Zweifel auf jeden Fall für Menschlichkeit und Menschenwürde!

Gestern sah ich einen Bericht über eine private Initiative, die ein Schiff gekauft hat und nun mit gespendeten Geldern los fährt, um Flüchtlinge auf dem Meer zu retten. Hut ab!

So, das musste mal raus!

 

 

Kino, Kino

Heute mal was anderes aus der Kategorie Kultur:

Meine persönlichen Kino-Empfehlungen der letzten Zeit:

I. Ich bin dann mal weg -Verfilmung des Romans von Hape Kerkeling. Wer das Buch gelesen und „geliket“ hat, dem/der wird der Film vermutlich auch gefallen. Devid Striesow in der Hauptrolle sowieso. Ich liebe ihn und er ist die Bestbesetzung für diese Rolle.

Gerade neu angelaufen.Eine Liebesgeschichte aus den 50er Jahren. Ein junge irische Frau verlässt ihre Heimat in Richtung Amerika, da sie in Irland für sich keine berufliche Zukunft sieht und lernt dort einen Amerikaner kennen….mehr wird nicht verraten. Kein Aktionfilm, aber viele großartige Einstellungen, die Worte oft entbehrlich machen.Bei beiden Filmen war das Publikum wie ich und meine Freundinnen auch durchschnittlich schon etwas älter, aber schön, dass es für jeden etwas gibt, nicht wahr?

Aber es kann nichts schaden, auch mal Veranstaltungen zu frequentieren, wo das Publikum ausgewiesener Maßen jüngeren Datums ist. Hab ich grad letzte Woche getan: Habe mir einen Wettbewerb „Dead or Alive“ im hiesigen Theater angeschaut, wo junge Slammer mit ihren persönlichen  Beiträgen gegen Schauspieler mit Gedichten schon verstorbener Poeten (Heinrich Heine, Kurt Schwitters, und Amy Wynehouse (!) angetreten sind. Da kann man den generationsübergreifenden Bogen doch mal locker spannen. Der Titel wurde – das fand ich ja toll – geteilt! Also alt und jung gleichermaßen anerkannt.

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Wer hat Angst vor dem schwarzen Mann

oder vor dem #älter werden, oder vor der eigenen Courage.

Das trifft es wohl besser, was sich im Verlauf des Schreibens herauskristallisiert hat. Man/frau weiß eben auch nicht immer, wo das alles endet.

Ja also nochmal das Thema älter werden im Netz, d.h. nicht nur im Netz, sondern auch im Allgemeinen selbstverständlich. Dabei ist mir aufgegangen, welch eine Erkenntnis, dass ich selbst schon Probleme mit dem Begriff „älter werden“ habe. Irgendwie klingt das nach  – wie soll ich es vorsichtig formulieren -nach alt eben und das ist alles andere als „sexy“, alt hört sich an nach abgeschrieben, außen vor. Dabei ist es nur eine neue Lebensphase, die nur anders aussieht als die vorherigen, aber nicht weniger Respekt und Wertschätzung verdient! Und außerdem bin ich ja noch nicht alt, sondern älter. Aber auch dieses Attribut löst bei mir selbst und meinen Geschlechtsgenossinnen – so nehme ich an – ein schlechtes Gefühl aus. Irgendjemand hat mal gesagt, dass man als Frau über 40 plötzlich unsichtbar wird für unsere männlichen Gegenüber. Ganz schön beängstigend, aber durchaus der Wahrheit nahe.

Warum? Weil sie vielleicht selbst höllisch Angst vor dem alt werden und alt sein haben und sich ihre Jugendlichkeit dadurch zu beweisen versuchen, dass sie sich wesentlich jüngere Partnerinnen suchen?

Mag sein, kann mich auch nicht in die männliche Psyche hineinversetzen. Das haben schon andere vor mir vergeblich versucht.

Aber warum spielen wir dieses Spiel mit? Klar, auch wir möchten weiterhin attraktiv sein und begehrt werden. Und wer sagt denn, dass wir es nicht sind, und wer sagt, dass die Männer in unserem Alter attraktiver sind als wir? Wir müssen alle Federn lassen und wer behauptet, das Alter gehe an ihm vorbei, lügt ganz gewaltig.

Eigentlich ist es eine Frage der eigenen #Wertschätzung und des eigenen #Selbstbewusstseins, wie wir ältere Frauen mit diesem neuen Zustand umgehen und ihn für uns nutzen statt uns zu grämen.

Vielfach sind die Kinder jetzt aus dem Haus und neue Freiheiten eröffnen sich. Die Freiheiten sehen sicherlich anders aus als vor 30 Jahren, sind aber m.E. nicht minder interessant.

Und wir können den Männern doch am besten Paroli bieten, indem wir ihnen beweisen, was wir alles noch „drauf“ haben. Will damit nicht sagen, dass wir – wie oben gesagt- so tun sollten, als wären wir noch wie früher, aber wir haben sicherlich andere Qualitäten und unsere #Lebenserfahrung ist ein ganz schweres Pfund, denn sie ermöglicht es uns, Situationen und Menschen viel besser einzuschätzen und zu durchschauen (meistens jedenfalls). Wir können viele Dinge noch einmal neu entdecken und ausprobieren, zu denen wir früher vielleicht keine Zeit hatten.

Mein Sohn -ich muss ihn an dieser Stelle ausdrücklich loben -ist da ein ganz besonderes männliches Exemplar. Er ermutigt mich immer, etwas Neues zu probieren und Ängste zu überwinden, denn letztlich sind es oft – unbegründete – Ängste, die uns abhalten, etwas zu tun. Auch Ängste vielleicht, uns lächerlich zu machen oder zu versagen. Weg damit!

Nun, sein Vorschlag, einmal einen Tandemsprung aus einem Flugzeug mit ihm zu wagen, ist mir dann – im Moment jedenfalls – noch zu waghalsig. Aber warum nicht auch das tun? Jeden Tag seine Ängste beobachten und bewusst gegen sie angehen. Sage ich einfach so daher, ich weiß.

Je weniger #Ängste, desto größer das Selbstbewusstsein, desto größer die Ausstrahlung.

Es gibt im Internet so eine Bewegung, außergewöhnliche Dinge in der Öffentlichkeit zu tun, um eben diese Ängste auch ein Stück weit zu besiegen. Zu Weihnachten waren in unserer Innenstadt ein paar junge Leute unterwegs, verkleidet als Weihnachtsmänner und -frauen. Sie trugen ein Schild um dem Hals mit der Aufschrift: Free Hug – gratis Umarmung! Man/frau konnte sich dort also kostenlos eine Umarmung holen. Das war so eine Aktion, die ich ganz toll fand. Also, was könntest du mal machen?

Ich hab schon was im Auge: Mal den „Silly Walk“ ausprobieren. Ich werde berichten!

Es grüßt euch

Claudia

Und: Lese gerne eure Kommentare!

#älterwerden

Suchbewegungen

Sonntagabend

Nach circa 1 Woche im Blogger-Netz und bisher 4 veröffentlichten Beiträgen, wenn man/frau von veröffentlichen sprechen kann bei 1 Follower (immerhin) und 6 Besuchern. Zwischendurch schon die Frage an mich selbst, ob es nicht eine Schnappsidee war….

Aber soll schnell gebe ich nicht auf. Ich muss mich ja auch erst mal mit der ganzen Technik und dem sonstigen Drum und Dran vertraut machen und für mich selbst ausloten, was ich schreiben will und warum!

Nach einem Gespräch, gestern zu fortgeschrittener Zeit mit einer Freundin, bin ich mir auch nicht mehr sicher, ob ich wirklich in erster Linie über das Thema des Älter- werdens schreiben soll. Wer will schon was darüber wissen oder hören? Und mit welchem Tenor? Ich habe auch keine Lust, mich über das Weh und Ach (kennt man ja zur Genüge „Unter jedem Dach ein Ach“) auszulassen, andererseits ist es gerade die Auseinandersetzung mit dem Älterwerden, die mich zurzeit beschäftig. Wie auch anders, da ich vor 4 Jahren meinen schwerkranken Ex-Mann 1 Jahr lang bis hin zum Tod begleitet und vor einem Jahr meiner Mutter verloren habe. Diese beiden Ereignisse und die damit zusammenhängenden Erlebnisse haben mich natürlich sehr beeindruckt und mir nochmal eine ganz andere Sicht auf das Leben und den Tod ermöglicht. Auch für dies schweren Erfahrungen bin ich letztlich dankbar!

Sie haben mich in erster Linie eine neue Demut und Dankbarkeit gegenüber dem Leben gelehrt!

Da kann man/frau sich schon fragen, über welche banalen Dinge wir uns aufregen!

Es gibt doch weiß Gott existentielle Fragen, mit denen wir zurzeit konfrontiert sind , dazu gehören die Begrenztheit des eigenen Lebens und die sich daraus ergebende Frage eines sinnhaften Lebens als natürlich als auch die Zerstörung unserer aller Lebensgrundlagen und die Frage nach unserer Humanität (Flüchtlings“krise“).

Und wenn ich mir meine eigenen Beiträge bis dato anschaue, so handelt es sich – hoffentlich um Unterhaltsames – vielleicht zu banal und im Grunde unwichtig.

Trotzdem sind Humor und Lachen wichtige „Waffen“ gegen Verzweiflung, Wut, Hass……und wichtiger den je.

So, das war nun mein Wort zum heutigen Sonntag.

Muss mal herausfinden, wie ich meinen – hahaha so wichtigen – Blog mehr Leuten zugänglich machen kann. Und wenn’s dann keiner liest, dann lasse ich es wieder sein. So einfach ist das!

Salut, sprach die Romanistin

 

 

 

Ein Sonntag im Buchladen

Ein Buchladen? Was ist das denn? Beim Betrachten der Menschen, die mit mir das 5jährige Betriebsjubiläum eines Buchladens feierten, stellte ich mir diese Frage, wie lange es solche Buchläden noch geben wird, zumal die Kundschaft beim Blick auf die Anwesenden eher zu einer (bald oder hoffentlich doch noch später zwangsläufig) aussterbenden Spezies zu gehören scheint (ja zugegeben, auch ich bin offen-sicht-lich schon Teil dieser vom Verschwinden bedrohten Rasse: lauter silberblond- weiß- oder barhäuptige Menschen mit oder ohne Gehhilfen – naja, an diesem Punkt übertreibe ich vielleicht ein kleines bisschen.

Ein kleiner Buchladen fast schon aus vergangenen Zeiten, der Geruch von Büchern und ein wenig altem Gemäuer. Ich bin noch nie hier gewesen, da der Buchladen nicht zu meinen „Trampelpfaden“ in der Innenstadt gehört. Zufällig nahm ich in einem Café eine Postkarte mit einer Einladung zu dem besagten Jubiläum mit und fragte meine Freundin, mit der ich meistens die Sonntagnachmittage verbringe, ob wir beide dorthin gehen sollten.

Sie stimmte zu und wir verwarfen kurzerhand unseren ursprünglichen Plan, gemeinsam frühstücken zu gehen.

Wir fanden uns gegen 10:45 Uhr vor Ort ein und sicherten uns einen der zahlenmäßig stark begrenzten Sitzplätze. Ein bisschen unwohl fühlten wir uns schon, da sich das Publikum offenbar hauptsächlich- oder vielleicht sogar – bis auf uns – ausschließlich aus Stammkundschaft zusammensetze und mit Blumengebinden und anderen Geschenken anrückte. Ein paar bekannte Gesichter milderten unsere Skepsis.

Um 11:00 Uhr begann die Vorstellung des Programms aus dem kleinen, aber feinen Dörlemann Verlag, mit dem die Buchhandlung zusammen arbeitet  (an dieser Stelle muss ich erst mal aufhören, da mein Salsa-Kurs gleich beginnt und ich nicht wieder zu spät kommen will (der geneigte Leser/die geneigte Leserin kann jetzt schon mal anfangen, sich ein Bild von mir zu machen).

Fortsetzung Samstagmorgen. Draußen schüttet es wie aus Eimern…

Wie gesagt, wir zusammen in der Buchhandlung. Habe ganz vergessen zu erwähnen, dass uns noch vor Beginn der Präsentation ein Gläschen Sekt oder Orangensaft kredenzt wurde. Insgeheim hatte wir natürlich damit gerechnet, dass man/frau auf das Jubiläum auch anstoßen würde.

Anschließend gab es dann auch noch Häppchen. Wie praktisch um die Mittagszeit!

Danach blieb Zeit, in dem Buchladen zu stöbern bei weiteren Häppchen und kalten und warmen Getränken.

Um 13:00 Uhr begann der nächste Teil des kulturellen Programms: Die Tochter der Buchhändlerin und eine weitere Musikerin beglückten uns mit Musik (Querflöten) und Gedichten zum Thema Bücher. Eine gelungene Mischung.

Dem nicht genug. Nachdem die Häppchen inzwischen hinreichend verdaut waren, zeigte die Uhr nun auch schon „Kaffeezeit“ an und tatsächlich gab es jetzt auch noch Kaffee und Kuchen.

Solche Erlebnisse gibt es nicht im Internet, sondern nur live und mit leibhaftigen Menschen, die Bücher und den Austausch darüber lieben!

Für uns ein gelungener Sonntag!

Und nachdem wir nun das Mittagessen und Kaffeetrinken gespart hatten, nahm ich auch gleich noch zwei Bücher mit, eins aus dem besagten Dörlemann Verlag (Der Club der Buchstabenmörder von Sigismund Krzyzanowski) fand den Titel spannend und kann das Buch auch nur empfehlen) und „Denkanstösse 2016“. Diese Denkanstösse mit Beiträgen aus verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen hatte ich vor vielen Jahren regelmäßig gelesen und konnte nicht widerstehen, mal zu schauen, was sie dieses Mal ausgesucht hatten. Leider liegen bei mir so viele Bücher herum, dass ich noch nicht dazu gekommen bin, hinein zu schauen, aber das ist ein anderes Thema.

Übrigens: ich kaufe auch fast alle Bücher im Internet. Ich gestehe es! Gebrauchte und fremdsprachliche Bücher, die ich in der Buchhandlung nicht bekomme.

Ich sollte doch bei jedem Buchkauf darüber nachdenken, ob ich das Buch meiner Wahl nicht auch aus meiner Buchhandlung beziehen könnte. Dann könnte ich guten Gewissens an der nächsten Jubiläumsveranstaltungen teilnehmen.

Gruß

aus Osnabrück

Altern, was bedeutet das und wann fängt es an?

Diese Frage trieb mich letzte Nacht um  und veranlasste mich, mein Leben mit Hinblick darauf noch einmal aufzurollen.

Mein erstes, im wahrsten Sinne des Wortes einschneidendes Erlebnis zu diesem Thema war der Verlust eines Backenzahnes und muss sich zugetragen haben, als ich etwa 19/20 Jahre alt war und in Münster studierte. Ich suchte einen Zahnarzt in der Stadtmitte auf (sein Nachname begann mit einem „W“, ich will meine Gehirnzellen nicht länger damit beschäftigen, mich an seinen vollständigen Namen zu erinnern). Auf jeden Fall baute er mir nach der Entfernung des besagten Zahnes eine Brücke in meinen Mund ein und vergoldete mir nicht nur die beiden Pfeiler, sondern gleich noch weitere 11 (elf!) potentielle Brückenträger und finanzierte damit vermutlich sein Hobby, die Großwildjagd (ich hörte während der Behandlung einmal ein Telefongespräch zu diesem Thema mit).

Ich war skeptisch, was den Umfang der Behandlung anging und befragte meine Eltern und auch die zuständige Krankenkasse, ob das alles so seine Richtigkeit hätte. Von beiden Seiten wurde mir zugeredet und die traumatische Behandlung begann. Offensichtlich machten sich die Krankenkassen zu der Zeit noch keine Sorgen um ihr Budget.

Im Nachhinein würde ich diesem Doktor gerne noch einmal das Gebiss lockern….um im Bild zu bleiben.

Nun ist mir das eigentliche Anliegen dieses Artikel etwas entglitten.

Ja, also der Verlust dieses Zahnes ist mir als erstes Alterungszeichen tief im Gedächtnis geblieben.

Mit 30 musste ich mich  – wie ich fand verfrüht – damit auseinandersetzen, dass meine Haarfarbe ins Graue abdriftete. Nun kann man/frau diesem Problem relativ einfach mit Chemie beikommen und so umgab ich mich in den folgenden Jahren mit verschiedenen Farbnuancen, bis ich schließlich bei „silberblond“ ankam und bis heute blieb. Dabei freut es mich tierisch, wenn andere das für meine Naturhaarfarbe halten!

Circa 1o Jahre später war es soweit: nachdem ich das Kleingedruckte nur noch mit Lupe lesen konnte und auch im Allgemeinen immer eine starke Lichtquelle zum Entziffern der Schrift benötigte, war die erste – und dann im 2-Jahres Rhythmus eine jeweils der neuesten Sehschwäche angepasste Brille fällig.

„Wenn du mit 50 morgens aufwachst und dir tut nichts weh, dann bist du tot“, hat mal irgendjemand gesagt. Da ist wohl was dran. Aber da ich mich jetzt schon mehr der Gegenwart nähere, beende ich meine kurzen Überblick über die physischen Veränderungsprozesse, die sich als ganz offensichtliche und eindrückliche Erfahrungen von älter werden eingebrannt haben und wahrscheinlich von jedem/jeder in ähnlicher Weise durchlebt werden.

Auch wenn es sich im Nachhinein alles etwas launig anhört, so waren diese Erfahrungen doch allesamt schmerzhaft und brauchten eine Weile, bis sie mit Humor betrachtet werden konnten. Allen gemeinsam ist das Gefühl von Verlust, Verlust und Unwiderbringlichkeit. Die gute Nachricht: Ich habe sie und alle anderen „Abgänge“ überlebt!

Bis dahin in „alter Frische“

 

 

 

 

 

 

Jetzt geht es los!

Avatar von claudia rachutclaudiarachut

Es ist ein trüber und regnerischer Sonntagnachmittag, der mich nicht verlocken kann, mich wie sonst auf mein Fahrrad zu setzen und frische Luft zu schnappen. Und was liegt da näher, als endlich mein Projekt zu starten!

Ein Projekt, das mir schon länger durch den Kopf geht und mit dem ich just heute beginnen werde.

Zugegeben mit etwas Herzklopfen…denn immerhin stelle ich meine Gedanken ja in die Öffentlichkeit. Und ob das, was ich schreibe, irgendjemanden interessiert, weiß ich auch nicht, aber Versuch macht klug.

Damit folge ich einem inneren Ruf, alles das, was ich gerne noch tun/ausprobieren möchte, jetzt oder so bald wie möglich und so lange es noch möglich ist, zu tun. Denn die Zeit ist nicht ewig dehnbar und mit fast 59 Jahren denkt man/frau schon darüber nach, was war und was noch sein kann.

Und eines dieser Dinge, die mir im Kopf herum gehen, ist der Wunsch, meine…

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Jetzt geht es los!

Es ist ein trüber und regnerischer Sonntagnachmittag, der mich nicht verlocken kann, mich wie sonst auf mein Fahrrad zu setzen und frische Luft zu schnappen. Und was liegt da näher, als endlich mein Projekt zu starten!

Ein Projekt, das mir schon länger durch den Kopf geht und mit dem ich just heute beginnen werde.

Zugegeben mit etwas Herzklopfen…denn immerhin stelle ich meine Gedanken ja in die Öffentlichkeit. Und ob das, was ich schreibe, irgendjemanden interessiert, weiß ich auch nicht, aber Versuch macht klug.

Damit folge ich einem inneren Ruf, alles das, was ich gerne noch tun/ausprobieren möchte, jetzt oder so bald wie möglich und so lange es noch möglich ist, zu tun. Denn die Zeit ist nicht ewig dehnbar und mit fast 59 Jahren denkt man/frau schon darüber nach, was war und was noch sein kann.

Und eines dieser Dinge, die mir im Kopf herum gehen, ist der Wunsch, meine Gedanken zum Thema Älter werden, meine Erlebnisse und kleine Geschichten zu teilen. Dabei kann und will ich keine Ratschläge geben, wie man mit dem Älterwerden umgehen soll, wie man sich am besten ernährt usw. usf., sondern schlichtweg einige meiner Gedanken und Erfahrungen teilen. Und wenn es nur darum geht, festzustellen, dass es mir wie vielen anderen in meinem Alter auch geht.

Dabei werde ich euch über das berichten, was schon geschehen ist und mich tief bewegt und geprägt hat, als auch über das, was so aktuell los ist.

Als Einstieg und Ermunterung für alle, die gerne tanzen und meinen, sie sind schon zu alt für neue Erfahrungen in dieser Richtung:

Ich habe vor circa drei Monaten angefangen, Salsa zu tanzen! Zugegeben, Tanzen war schon immer meine Leidenschaft, nur leider gab es in den letzten Jahren keine Gelegenheit dazu oder ich habe gemeint, dass es sie nicht gibt, da ich keinen Tanzpartner hatte.

Und in einen Salsa-Kurs kann man/frau auch als Single gehen!

Nun hatte ich das unverschämte Glück, dass mein 28jähriger Sohn mir vorgeschlagen hat, mich in seinen Kurs mitzunehmen. Ich habe ihn nur ungläubig angeschaut und ihm gesagt, er solle sein Angebot doch erst nochmal eine Nacht überschlafen! Aber auch am nächsten Tag erhielt er sein Angebot aufrecht und dann ging es los!

Was für eine Freude……die Musik, die Bewegung, der Rhythmus. Naja, anfangs war es nicht so ganz leicht, sich an die Schrittfolgen und Drehungen und Windungen zu gewöhnen. Aber den jüngeren TeilnehmerInnen erging es da nicht viel besser als mir.

Also, wer gerne tanzt und noch einigermaßen fit ist: auf die Plätze fertig los!

Ich will nicht unterschlagen, dass ich in meiner Gruppe die älteste Teilnehmerin bin, aber es ermutigt mich wie gesagt, dass ich die Tanzschritte noch ebenso schnell lerne wie die Jüngeren. Inzwischen ist meine Sohn im Ausland und ich gehe allein weiter in den Kurs.

So, ich hoffe, ich habe euch vielleicht ein bisschen Lust auf etwas Neues gemacht mit diesem ersten Beitrag.

Auf eure Kommentare freue ich mich!

Bis demnächst

Claudia

Ariel und Mary – MamboLatinJazz Company Osnabrück

#älter werden da geht noch was

#älter werden Neues ausprobieren